Avon

Auf 130 Jahre Firmengeschichte kann Avon-Motorrad-Reifen berreits 2015 zurückblicken. Nach den Anfängen mit Gummiprodukten wurden ab 1904 die ersten Reifen hergestellt, ab 1911 auch Motorradreifen. Später fuhren viele Weltmeister auf Avon zu ihren Siegen.
Mit der Produktion von Gummiprodukten beginnt Avon im Jahr 1885. E. G. Brown und J.C. Margeston bauten dazu eine ehemalige Tuchfabrik in der Nähe der südenglischen Stadt Bath um. Fünf Jahre später zieht die Firma um nach Melksham in Wiltshire, wo das Flüsschen Avon plätschert. Seit 1904 produziert Avon Reifen, doch erst 1911 springt der Hersteller auf den Zug des Motorradbooms auf und beginnt mit der Fertigung von Motorradreifen und solchen für Gespanne.

Die Reifen wurden von Rolls-Royce für die Erstausrüstung ausgewählt und das Unternehmen ging 1933 erfolgreich an die Börse. Mit Ausbruch des Zweiten Weltkriegs produzierte Avon Reifen für die englischen Truppen, was schnelles Wachstum garantierte.
Nach dem Einstieg in den Motorrad-Rennsport war die Marke erfolgreich: Zwischen 1957 und 1963 fuhren alle Solo-Motorradweltmeister auf deren Reifen, so auch der später in der Formel 1 erfolgreiche John Surtees. Im Laufe der Jahre lieferte Avon seine Reifen an zahlreiche Rennserien, etwa der Formel 1, der Formel 2, der Formel 3000 oder dem 24h Rennen von Le Mans. Aston Martin gewann 1959 auf Avon die Sportwagen-Weltmeisterschaft einschließlich eines Sieges im berühmten 24 Stunden-Rennen von Le Mans.

Der neue Entwicklungstrend in der Reifenindustrie der 1970er-Jahre hieß Radial- oder Gürtelreifen. Avon, zu der Zeit einer der weltweiten Technologieführer der Reifenindustrie, war sowohl bei der Entwicklung als auch bei der Markteinführung von Radialreifen einer der Ersten.

1997 erfolgte die freundliche Übernahme durch Cooper Tire & Rubber Company, aus Findlay, Ohio in den USA, einem der weltweit größten und vor allem erfolgreichsten Reifenproduzenten. So erhielten die Engländer den Zugang zu wichtigen, zu dieser Zeit dringend benötigten Ressourcen, etwa ausreichend neues Kapital sowie hochmoderne Entwicklungs- und Konstruktionseinrichtungen.

Heute werden Rennreifen an über 150 verschiedene Rennserien rund um die Welt geliefert. Das ist wirklich bemerkenswert, da die Vermarktung von Rennreifen als Erwerbsgeschäft betrieben wird, und nicht als ein subventionierter Bereich zur Förderung des Markenimage. Der Rennsport liegt Avon im Blut und erweitert vor allem stetig den Horizont der Techniker und Ingenieure. Was man in der harten Welt des Motorsports lernt, kommt den Hochleistungsreifen und Ultra Hochleistungsreifen für die Straße im Alltag zugute.

Ehrliches, dauerhaftes und erfolgreiches Engagement im Motorsport bringen dem Motorradfahrer überzeugende Vorteile in Form von Straßenreifen mit ausgezeichnetem Fahrkomfort, exzellentem Grip auf trockener und nasser Fahrbahn mit deutlich erhöhten Sicherheitsreserven. Avon ist in erster Linie auf die Entwicklung und Produktion erstklassiger Nachrüst- und Umrüstreifen spezialisiert. Erstausrüstungsreifen werden jedoch für eine Reihe exklusive Automobile und Motorräder der Marken Triumph, Royal Enfield, CCM und KTM geliefert.

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