Da entgeht Dir was – Sabines Motorradkolumne

Spiegelblick - Die Motorradkolumne auf SHE is a RIDER. Alle 14 Tage neu

Sabines Motorradkolumne weiß Rat
Auch beim Motorradfahren gilt: In der Ruhe liegt die Kraft.

Als ich neulich mal wieder total abgehetzt nach Hause kam hatte ich die Idee zu meiner heutigen Motorradkolumne. Denn wie so oft, kann ich aus meinen Erkenntnissen das Eine oder Andere auch beim Motorradfahren anwenden.

Wenn Du es eilig hast, gehe langsam …

Den Meisten von uns wurde beigebracht, wie wichtig es ist, schnell zu sein und die Dinge möglichst effizient zu erledigen. Wir lernen, dass das Tun wertvoller ist als das bloße Sein, und dass man das Beste aus dem Leben machen kann, wenn man in einem schnellen Tempo vorankommt.

Vielleicht kennst Du das auch. Du willst auf dem Motorrad von A nach B und das möglichst schnell. Da nervt jede rote Ampel und jeder Fußgänger, der über den Zebrastreifen gehen will. Mir geht es meist so, wenn ich auf dem Weg zu Klienten durch die Stadt fahre oder wenn ich mich zu einer bestimmten Zeit verabredet habe und dann der Verkehr dichter als erwartet ist.

Doch während ich möglichst schnell an mein Ziel gelangen will, fühle ich mich zunehmend gehetzt und kann die Fahrt nicht mehr genießen. Ab und zu passiert mir das auch, wenn ich in der Gruppe unterwegs bin. Ein schöner Sommertag, ideales Motorradwetter und ich will das Fahren und die Landschaft genießen. Meine Begleiter wollen allerdings heute mal zügig unterwegs sein. Also hetze ich hinterher und bekomme zunehmend schlechte Laune.

Die Schönheit des Augenblicks

Beide Beispiele zeigen, dass es letztendlich an mir liegt, wie ich eine Situation wahrnehme und mit ihr umgehe.
Ich komme im Stadtverkehr nicht wesentlich schneller voran, wenn ich jeden Fußgänger ignoriere, der am Zebrastreifen steht und stur weiterfahre. Und – ich nehme mir die Chance auf ein dankbares Lächeln, wenn ich den Fußgänger rüberwinke oder einen Autofahrer, der an einer Einmündung stent in den Verkehr einfädeln lasse. Es kostet mich wenige Sekunden, schenkt mir und vielleicht auch dem anderen Verkehrsteilnehmer jedoch ein gutes Gefühl, das länger anhält.

Und wenn mir nach einer gemütlichen Tour über Landstraßen ist, dann muss ich das sagen und somit meinen Motorradtour-Kollegen die Chance geben zu entscheiden, ob sie mit mir die Landschaft genießen wollen oder lieber zügig eine Kurve nach der anderen jagen.

Nicht nur für die Motorradkolumne

Manchmal schaffst Du mehr, wenn Du Dinge mit Muße machst und Dir Zeit dafür lässt. Nicht nur beim Motorradfahren liegt die Kraft in der Ruhe.

Wenn Du nur von einem Termin zum nächsten hetzt, im Stakkato eine Sache nach der anderen erledigst, nimmst Du Dir die Möglichkeit, jeden Tag viele wundervolle kleine Momente zu erleben.

Wenn es Dir schwer fällt, zu Ruhe zu kommen, dann gehe mal wieder mit einem kleinen Kind spazieren. Kinder zeigen Dir, dass der Weg das Ziel ist, denn sie entdecken so viele kleine Dinge an denen Du vielleicht achtlos vorbeilaufen würdest…

In diesem Sinne wünsche ich Dir entspannte 14 Tage bis zu meiner nächsten Kolumne.

Die Linke zum Gruß
Sabine


Du suchst noch mehr Hinweise, was Dich das Leben übers Motorradfahren lehren kann? Hier sind viele weitere Kolumnen von Sabine.

Sabine lebt in Prenzlauer Berg in Berlin. Zu ihrem 50. Geburtstag hat sie sich selbst den Motorradführerschein geschenkt und ist seitdem das ganze Jahr über auf zwei Rädern unterwegs. Sabine ist neben ihrer Tätigkeit als Editor in Chief bei SHE is a RIDER auch mit Life Coaching Berlin nicht nur lokal für ihre Kunden da, sondern führt auch online Coachings durch. Gerne fährt sie auch mal mit ihrer Triumph Tiger 900 zu Terminen mit ihren Kunden. So kam sie auch auf die Idee, eine 14-tägliche Kolumne für SHE is a RIDER zu schreiben, in der Sabine die Erfahrungen aus ihren Coachings mit dem Motorradfahren verknüpft. Sabines Beiträge findest Du auf SHEisaRIDER.de unter Kolumne.

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