Sei immer Du selbst – Sabines Motorradkolumne

Sabines Motorradkolumne
Lerne aus Deinen Fehlern. Sabine weiß warum.

Viele sprechen immer wieder davon, wie wichtig es ist authentisch zu sein und zu sich selbst zu stehen. Leichter gesagt als getan. Dazu habe ich mir für meine heutige Motorradkolumne einmal Gedanken gemacht.

Motorradkolumne und Missgeschicke

Letzte Woche habe ich ein Foto in den sozialen Medien geteilt, dass mich während einer Pause auf meiner letzten Motorradtour zeigt. Ja und? Das machen Motorradfahrerinnen doch regelmäßig. Stimmt, doch wer postet schon ein Foto auf dem er mit offener Hose da sitzt?
Genau das war mir passiert. Aufgefallen ist es mir erst, als ich meine Fotos dieses Tages durchgesehen habe.

Weshalb ich es dann auch noch öffentlich gemacht habe? Ganz einfach – ich wollte damit zeigen, dass Missgeschicke nichts Schlimmes sind und man gerne auch mal über sich selbst schmunzeln darf.

Wenn das Motorrad fällt

Wie oft lese ich in unserer facebook Community und auch in anderen Gruppen, dass ein Bike umgekippt ist und wie peinlich es der Fahrerin war. Seltsamerweise scheint es entweder nur Frauen zu passieren oder Männer legen den Mantel des Schweigens darüber.

Was ist so schlimm daran, zuzugeben, dass man mal unachtsam war oder einen Fehler gemacht hat?
Liegt es an der Fehlerkultur in unserem Land, in der immer nach einem Schuldigen anstatt nach einer Lösung gesucht wird?

Ein Plädoyer für Fehler

Wie wäre es, wenn wir alle offen zu unseren Fehlern stehen? Kein Mensch ist perfekt und niemand wird als perfekte Motorradfahrerin geboren. Selbst einem Profi kippt die Maschine mal weg. Schau Dir mal ein Rennen der Moto GP an. Auch da werden Fahrfehler gemacht.

Und – seien wir doch mal ehrlich – was bringt es so zu tun, als wäre einem noch nie ein Fehler unterlaufen, als würde immer alles glatt gehen? Die Erwartung deiner Umwelt steigt und Du gerätst unter Druck, weil Du das Gefühl bekommst, Dir keinen Fehler erlauben zu dürfen.

Gerade beim Motorradfahren kann es sogar gefährlich werden. Wenn Du z. B. in der Gruppe fährst und Dich nicht traust zuzugeben, dass Dir gewisse Strecken nicht so liegen oder Du nicht ganz so flott durch Kurven fährst. Deine Mitfahrerinnen wissen es nicht, fahren wie sie es gewohnt sind und entweder Du versuchst auf Biegen und Brechen dranzubleiben und gehst unter Umständen über Deine Grenzen oder Du wirst abgehängt.
Ist es das wert?

Sind es nicht die kleinen Fehler und Makel, die uns so liebenswert machen? Perfektion schafft Aggression. Also – versuche nicht perfekt zu sein, sondern DU selbst. Stehe zu den Dingen, die Du vielleicht nicht so gut kannst. Ärgere Dich nicht über kleine Missgeschicke, sondern lass sie Dein Lehrer für die Zukunft sein.

Und – lache auch mal über Dich selbst. Das kann unheimlich befreiend sein.

Die Linke zum Gruß und bis in 14 Tagen zu meiner nächsten Motorradkolumne
Sabine

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