Die Geburt verändert alles. Das Herz, den Alltag, die Prioritäten. Plötzlich ist da dieses kleine Wesen, das dich braucht – rund um die Uhr, bedingungslos. Und du gibst alles. Mit Liebe, mit Hingabe. Doch irgendwo auf diesem Weg bleibt oft jemand auf der Strecke: du selbst.
Das Motorrad, das früher Freiheit bedeutete, Selbstbestimmung, Kraft – steht jetzt still. Verstaubt. Die Lederjacke hängt unberührt am Haken, der Helm wirkt fast fremd. Denn „jetzt bist du Mama“, heißt es. Da zählen andere Dinge. Und während dein Partner vielleicht längst wieder seine Hobbys aufnimmt, ohne nachzudenken, wann das Kind das letzte Mal gestillt wurde, kämpfst du mit Schuldgefühlen bei dem Gedanken an eine Stunde nur für dich.
Aber weißt du was? Du darfst dich vermissen. Du darfst dich wiederfinden. Und du darfst wieder fahren.
Mutter sein heißt nicht, sich selbst aufzugeben
Die Gesellschaft redet uns ein, dass Mütter aufgehen müssen in ihrer neuen Rolle – ohne Lücken, ohne Sehnsucht. Aber das ist ein Trugschluss. Du bist mehr als „nur“ Mama. Du bist auch Bikerin, Abenteurerin, Freundin, Frau. Du hast Träume, Leidenschaften – Dinge, die dich stark und lebendig machen.
Und nein, es ist nicht egoistisch, das Motorrad zu vermissen. Es ist menschlich.
Warum Motorradfahren mehr ist als ein Hobby
Das Gefühl, wenn der Motor brummt und der Wind an dir vorbeizieht – es ist mehr als Geschwindigkeit. Es ist Freiheit. Es ist Fokus. Es ist Loslassen. In dem Moment zählt nur die Straße, der nächste Zug, dein Atem. Keine To-do-Liste, keine Milchpumpe, kein Geschrei im Hintergrund.
Du tankst Kraft.
Und eine Mama, die Kraft hat, gibt sie auch zurück – mit Herz und Energie.
So findest du den Weg zurück – ohne schlechtes Gewissen
- Kleine Schritte zählen
Du musst keine 300-Kilometer-Tour planen. Schon eine Stunde auf der Landstraße kann Wunder wirken. Mach den Anfang. Auch kurze Auszeiten sind echte Auszeiten.
- Plane für dich – mit dem gleichen Respekt wie andere Termine
Wenn dein Partner zum Fußball geht, fragt auch niemand, ob das jetzt passt. Plane deine Fahrt als festen Termin. Denn du bist genauso wichtig.
- Vernetze dich mit anderen Rider-Mamas
Es hilft, wenn du nicht allein bist mit deinen Gedanken. Tausch dich aus, verabredet euch für gemeinsame Ausfahrten – mit dem Wissen, dass euch alle dieselbe Sehnsucht treibt.
- Sprich offen mit deinem Partner
Gleichberechtigung beginnt zu Hause. Sag klar, was du brauchst – ohne dich zu entschuldigen.
Mut zur Kurve – auch im Leben
Jede Mutter kennt diese Momente, in denen man sich selbst nicht wiederkennt. Aber du darfst dich zurückholen. Vielleicht nicht sofort, vielleicht nicht jeden Tag – aber immer wieder. Motorradfahren ist keine Flucht, sondern ein Weg zurück zu dir.
Denn dein Kind braucht keine perfekte Mutter. Es braucht eine echte, authentische, glückliche Mama.
Also: Zieh den Helm auf. Starte den Motor. Und zeig dir selbst, dass du nicht nur die Frau warst, die gefahren ist – sondern die Frau, die wieder aufsteigt.
Du bist nicht allein – wir sind viele
Bei SheisaRider glauben wir: Mutterschaft und Motorrad schließen sich nicht aus. Im Gegenteil – sie machen dich zur ultimativen Heldin auf zwei Rädern. Du darfst müde sein, du darfst zweifeln, du darfst dir Raum nehmen. Und du darfst dabei trotzdem die Frau bleiben, die den Motor startet – und sich selbst wieder spürt.
Wir sind Mamas. Wir sind Bikerinnen. Wir sind SHE is a RIDER.
Fahr los, Schwester. Wir sehen uns auf der Straße.
DlzG -Jule (Mama einer sechs Monate alten Tochter)

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