Klim Outrider Pants – Eine Hose mit Off-Bike Charakter

G E T E S T E T - Klims Motorradhose auf und neben dem Bike

Klim Outrider Pants im Test bei SHE is a RIDER
Anja hat für SHE is a RIDER die Klim Outrider Pants getestet - einen ganzen Sommer lang.

Da mir der Casual-Stil der Klim Outrider Pants grundsätzlich gut gefällt, war ich sehr gespannt wie sich die Motorradhose im Alltag und auf dem Bike macht. Ich bin ein Fan von Motorradjeans, die nicht nach klobiger Motorradbekleidung aussieht. Sie muss aber zwingend alle Features erfüllen, die ich mir fürs Motorradfahren wünsche. Möchte ich eine Outdoorhose, kaufe ich mir eine Outdoorhose.

Unboxing

Beim Auspacken wirkt sie auf den ersten Blick wie eine coole, luftige Arbeitshose. Mein erster Dämpfer: der sehr tiefe Low-Cut-Schnitt, der in der Produktbeschreibung nicht erwähnt wird. Da ich auch bei meinen Freizeithosen kein Fan von tiefsitzenden Hosen bin, war ich skeptisch, wie sich das beim Motorradfahren auswirken würde.

Erster Eindruck & Verarbeitung

Die Outrider Pants besteht aus einem leichten Canvas-Material und fühlt sich eher wie eine klassische Outdoor- oder Arbeitshose an. Sie wirkt robust, ist dabei aber angenehm luftig. Verarbeitungsqualität und Nähte machen einen hochwertigen Eindruck, den man von Klim kennt und erwarten kann.

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Passform & Komfort

Mit meinen 1,78 m und langen Beinen habe ich mich für die Tall-Variante in Größe 8 entschieden. Die Länge passt perfekt, sodass die Hosenbeine beim Fahren nicht zu stark hochrutschen. Der Schnitt entspricht dem typischen Loose Fit einer Cargohose und sitzt an den Beinen ab Mitte Oberschenkel nach unten richtig gut.

Im Hüft- und Gesäßbereich fällt der Schnitt jedoch ballonartig aus, während der doppellagige, eher starre Bund oben wieder enger und nicht-stretchig sitzt. Der Schnitt des Bundes wirkt wie eine Wanne – auf Bauchnabelhöhe fällt er vorne weiter ab, was für Frauen mit mehr Bauchumfang nicht unbedingt vorteilhaft ist. Mir passt die Hose auch am Bund, allerdings schmeichelt dieser Teil nicht gerade meiner Optik.

Klim Outrider Pants  und Passform an der Taille
Mit diesem Feature an der Klim Outrider Pants musst du leben können und einen Gürtel nutzen.

Durch den tiefen Sitz liegen die Hüftprotektoren gefühlt weit unten, eher am oberen Ende der Oberschenkel und unterhalb des Hüftbereichs. Im Stehen fühlt sich das ungewohnt an, auf dem Motorrad relativiert sich der Eindruck etwas.

Klim Outrider Pants – Fahreindruck

In Sitzposition passt sich das Material überraschend gut an und schmiegt sich dem Hinterteil an. Allerdings klappt der hintere Hosenbund durch den doppeltgenähten Bund nach außen, was durch den ohnehin tiefen Sitz eher ungünstig ist. Ein längeres Oberteil, eine ausreichend lange Jacke oder ein Gürtel sind fast Pflicht. Allerdings sitzt der Gürtel durch den „Wannenschnitt“ etwas seltsam und ist für mich keine akzeptable Option.

Klim Outrider Pants in anthrazit
Klim Outrider Pants mit und in Motorradstiefeln.

Die Beinabschlüsse sind relativ schmal. Über schmalen, höheren Boots funktioniert das, bei breiteren Kurzstiefeln nicht. Trägt man die Hose über den Stiefeln, rutschen die Hosenbeine während der Fahrt nach oben und bleiben dort – sehr nervig. Praktisch zwingt dich der Schnitt dazu, die Hose in die Stiefel zu stecken, was durch das dünne Material gut funktioniert und auch optisch okay ist.

Komfort & Funktion

Krempelt man den Saum um, kommt ein reflektierender Streifen zum Vorschein – gut für Sichtbarkeit bei wenig Sonne oder Nacht. Für mich persönlich bleibt das eher ein theoretisches Feature, da selbst die Tall-Variante nicht genug Länge hat, um den Saum noch umzuschlagen.

D3O Protektoren Level1 inklusive
Protektoren von D3O Level1 sind inklusive und die Knie-Protektorentaschen sind von außen erreichbar.

Die Knieprotektoren-Taschen sitzen außen auf mittlerer Oberschenkelhöhe und sehen fast wie aufgesetzte Beintaschen aus. Die Protektoren lassen sich in zwei Höhen einsetzen und zwar von außen. Ich nutze die tiefere Position, trotzdem rutschen sie in Fahrposition etwas hoch, sodass der breiteste Teil oberhalb des Knies sitzt.

Unangenehm ist, dass sich in der Kniekehle sehr viele Stofffalten bilden. Das reibt und wird bei längerem Fahren unangenehm. Bei spitzem Kniewinkel – wie auf meiner Triumph Trident– schneidet der Stoff leider zusätzlich ein.

Klim Outrider Pants auf Motorrad
Hier seht ihr den Kniewinkel, den Faltenwurf die großen Taschen für die Knieprotektoren.

Klim Outrider Pants und das Klima

Die Outrider ist ausreichend luftdurchlässig und dadurch optimal für den Sommer. Im Frühjahr oder Herbst kann man dank des lockeren Schnitts problemlos eine Leggings oder Funktionsunterwäsche drunterziehen.

Bei Regen versagt sie allerdings komplett. Schon bei leichtem Nieselregen bleibt sie feucht, und die Oberschenkel kühlen schnell aus. Damit ist sie klar eine Schönwetterhose.

Off-Bike-Eindruck. Für Stadtbummel, Treffen mit Freunden oder einen Arbeitstag macht sich die Hose richtig gut. Bei Temperaturen über 20 °C komme ich allerdings ins Schwitzen – wie in jeder anderen langen Hose eben auch.

In die Beintasche passt das Smartphone zwar problemlos rein …

Taschen – vorhanden, aber wenig brauchbar

Die Outrider hat zwei vordere Hosentaschen, zwei Gesäßtaschen und eine schmale Beintasche am rechten Oberschenkel.
Die vorderen Taschen sind nicht besonders tief und haben keinen Verschluss – hier kann beim Fahren leicht etwas herausfallen. Die Gesäßtaschen nutze ich ungern, da man beim Sitzen nichts darin haben möchte.

Beintasche fürs Smartphone ohne Verschluss
… allerdings kannst du die Beintasche nicht verschließen. Nicht so gut …

Die Beintasche ist laut Klim eine Smartphone-Tasche. Mein Samsung S24 passt problemlos hinein und sitzt prinzipiell bequem. Allerdings gibt es keine Verschlussmöglichkeit, was mir auf dem Motorrad zu riskant ist. Ich werde die Taschen daher nur Off-Bike nutzen.

Sicherheit nach EN 17092

Mitgeliefert werden dünne, sehr flexible D3O-Protektoren (IP Ghost, Level 1) für Knie und Hüfte. Die Knieprotektoren sitzen in Fahrposition gut, die Hüftprotektoren jedoch zu tief, was den Schutz deutlich einschränkt.

Die Hose ist nach CE-Level A zertifiziert, also in der niedrigsten Schutzklasse. Für gemütliche Fahrten okay, für sportliche Fahrten oder lange Touren eher weniger geeignet.

Nummer 12 sei Dank, Motorradhose passt und sitzt. Klim approved.
Vielen Dank Nr 12 😉

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Fazit – Klim Outrider Pants

Die Klim Outrider Pants hat großes Potential, zu einer richtig guten Alltagshose … aber leider ist der Bund sehr tief geschnitten. In Sachen Tragekomfort und Preis-Leistungs-Verhältnis überzeugt sie mich, vor allem für kurze Stadtfahrten, den Weg zur Arbeit oder entspannte Touren mit viel Off-Bike z.B. Eisdielen-Anteil.

Mein Test hinterlässt den Eindruck, dass Klim bei der Outrider Pants aus der reinen Funktionalität „Motorradhose“ mehr rausgeholt hat, um diese für den normalen Alltag oder für weitere Freizeitaktivitäten außerhalb des Motorradfahrens praktischer zu gestalten.
Der Name „Outrider“ ist hier Programm: für vieles geeignet außerhalb des eigentlichen Rides.

Pro & Kontra

ProKontra
Alltagstauglicher LookTiefer Bund
Protektorentaschen
von außen zugänglich
Eng in der Kniekehle
Sehr leichtes, luftiges MaterialTaschen ohne Verschlüsse
Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis

Preis

220 Euro (EVP)

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