Mit der Fearless Pro Motorradjacke und der passenden Hunt Pro Motorradhose erweitert Stadler sein Sortiment um eine weitere hochwertige 3-Lagen-Motorradkombi. Ich habe die Damenvariante über mehrere Wochen im Alltag, auf längeren Fahrten und auch während meines Motorradurlaubs Anfang August 2026 getestet.
Dabei habe ich mir nicht nur Wetterschutz und Tragekomfort angesehen, sondern auch die vielen kleinen Details, die bei einer Motorradkombi im Alltag den Unterschied machen können. Denn bei Stadler gehören einige Dinge mittlerweile zum bewährten Konzept – zum Beispiel das Air Scoop System, Gore-Tex-Pro 3-Lagen-Laminat oder die SAS-TEC-Protektoren. Gleichzeitig bringt die Fearless Pro einige neue beziehungsweise überarbeitete Details mit, die ich mir genauer angeschaut habe.

Mein erster Eindruck – erwartete Qualität
Beim ersten Anziehen fällt mir direkt die gewohnt hochwertige Verarbeitung auf. Das Material fühlt sich robust an und die gesamte Kombi macht einen sehr durchdachten Eindruck. Gleichzeitig fühlt sich das neue Material zunächst etwas steifer an, als ich es von meiner anderen Stadler-Kombi gewohnt bin. Stadler verwendet bei der Fearless Pro ein Gore-Tex-Pro 3-Lagen-Laminat aus abrieb- und reißfestem Polyamidgewebe. Das Material nimmt bei Regen weniger Wasser auf, trocknet schnell und bietet gleichzeitig eine höhere Atmungsaktivität.
Nach einigen Einsätzen relativiert sich mein erster Eindruck aber deutlich. Gerade die Hose wird mit der Zeit angenehmer und macht Bewegungen gut mit.
Neue Farbkombinationen
Auch optisch bringt die Fearless Pro etwas Abwechslung ins Stadler-Sortiment. Die Motorradjackejacke ist unter anderem in der Farbkombination Schwarz/Grau/Rot sowie komplett in Schwarz erhältlich.
Mir gefällt, dass die Kombi dadurch etwas moderner und sportlicher wirkt. Gerade bei einer hochwertigen Motorradkombi ist mir zwar die Funktion deutlich wichtiger als die Optik, aber wenn beides zusammenpasst, umso besser.

Passform – großzügig, aber für mich zu weit
Die Fearless Pro ist als Damenmodell erhältlich und bietet entsprechend ausreichend Bewegungsfreiheit. Ich finde es grundsätzlich positiv, dass Stadler die Passform nicht ausschließlich auf eine sehr schlanke, körpernahe Figur auslegt. Gerade Frauen mit etwas mehr Kurven und/oder einer kräftigeren Statur bekommen hier ausreichend Platz.
Bei der Hunt Pro Motorradhose fällt der Beinbereich auf!
Die Hose ist nach unten hin bewusst weiter geschnitten. Das hat einen ganz praktischen Hintergrund: Der großzügigere Beinabschluss ist dafür ausgelegt, dass auch breitere Enduro-Stiefel problemlos mit der Hose getragen werden können. Gerade für Fahrerinnen, die nicht nur mit schmalen (Touring)Stiefeln unterwegs sind, ist das ein echtes Plus.
Funktional kann ich den Schnitt absolut nachvollziehen und er bietet damit deutlich mehr Flexibilität bei der Wahl des Schuhwerks.
Dazu kommen Stretchbereiche über den Knien, in der Kniekehle und am Bund, die für zusätzliche Bewegungsfreiheit sorgen. Gerade in der Sitzposition auf dem Motorrad empfinde ich die Hunt Pro dadurch als angenehm flexibel.

Bewährtes Air Scoop System
Bei der Belüftung setzt Stadler auf ein System, das ich bereits von anderen Stadler-Kombis kenne: das patentierte Stadler Air Scoop System, SASS. Das Grundprinzip: Der Fahrtwind wird gezielt aufgenommen und in die Jacke, beziehungsweise in die entsprechenden Bereiche der Bekleidung geführt.
Bei der Fearless Pro wird das SASS mit weiteren regulierbaren Belüftungs- und Entlüftungsöffnungen kombiniert. Die Jacke verfügt über 13 Lüftungsöffnungen bei der Herrenvariante, bzw. 11 bei der Damenvariante.
Bei der Damenjacke gibt es allerdings einen deutlichen Unterschied: Auf Brusthöhe befinden sich keine klassischen Belüftungsschlitze mehr. Beim Fahren funktioniert die Gesamt-Belüftung für mich trotzdem gut.

Belüftung der Hose – hier hat sich etwas getan
Die Hose Hunt Pro verfügt über insgesamt sechs Belüftungsöffnungen. Dazu gehören das Air Scoop System an den Oberschenkeln, zusätzliche Öffnungen am Unterschenkel sowie Entlüftungen am hinteren Oberschenkel. Besonders praktisch finde ich den langen Belüftungsschlitz an der Außenseite des unteren Beins.
Gerade wenn es wärmer wird, kann ich hier für zusätzlichen Luftstrom sorgen, ohne gleich die komplette Hose ausziehen oder irgendwelche Schichten wechseln zu müssen. Und auch die Positionierung der Belüftungsöffnungen ist für mich sinnvoll gelöst, weil sie beim Fahren gezielt mit dem Fahrtwind arbeitet, also SASS funktioniert super!
Die Taschen – jetzt wird’s interessant
Beim Taschenkonzept bleibt Stadler grundsätzlich bei einer bewährten Aufteilung, ergänzt es aber um ein ziemlich interessantes Detail. An der Jacke befinden sich weiterhin die beiden großen Außentaschen, diese sind abnehmbar. Rechts und links neben den Taschen befindet sich jetzt zusätzlich das Molle-System, sodass du bei Bedarf auch andere Molle-kompatible Taschen anbringen kannst.

Was bedetet MOLLE?
MOLLE: MOdular Lightweight Load-carrying Equipment. Hier gibt es im Outdoor-Handel, und besonders im militärischen Ausrüstungsbereich, viele Angebot.
Bei der Herrenvariante gibt es dieses Molle-System zusätzlich noch auf der linken Brust. Das finde ich grundsätzlich ziemlich clever, denn gerade bei Motorradbekleidung ist Stauraum für mich immer ein Thema.
Bei der von mir getesteten Damenjacke ist der Brustbereich frei.
Wasserdichtes Taschenkonzept der Fearless Pro Jacke auf einen Blick:
- 2 Bauchtaschen, abnehmbar, Molle-System
- 2 Oberarmtaschen
- 1 Blendentasche
- 1 Innentasche
Einzige nicht wasserdichte Tasche: - 1 Rückentasche aus Netzmaterial
Gerade die Rückentasche aus Netzmaterial finde ich praktisch. Dort kann ich z.B. meine nassen Handschuhe verstauen, damit sie während der Fahrt trocknen können oder wie gehabt, meine Cap.
Die wasserdichten Taschen sind besonders nützlich, wenn Dinge wie Handy, Powerbank, Tempos, Schlüssel oder andere empfindliche Kleinigkeiten unterwegs sicher verstaut werden müssen. Die Reißverschlüsse sind ebenfalls waserdicht und bei den Taschen gefällt mir besonders, dass sich alle Nubsis/Puller auch mit Handschuhen gut greifen lassen.

Die Hunt Pro Hose, jetzt mit größeren Taschen
Auch bei der Hose wurde beim Stauraum nachgelegt. Die beiden normalen Hosentaschen sind etwas größer geworden. Dazu kommen die beiden großzügigen Cargo-Taschen an den Oberschenkeln. Für mich ist das im Alltag sehr praktisch, denn gerade auf kurzen Fahrten möchte ich nicht immer noch eine zusätzliche Tasche oder einen Rucksack mitnehmen müssen.
Bewegungsfreiheit – Hose unerwartet flexibel, Jacke eher etwas steifer
Hunt Pro Hose: Durch die Stretchbereiche und die durchdachte Schnittführung, kann ich mich auf dem Motorrad problemlos bewegen. Gerade beim Sitzen, Aufsteigen oder beim Bewegen der Beine während der Fahrt, fühlt sich die Hunt Pro angenehm flexibel an. Im Vergleich zur Quest Pro empfinde ich die Hunt-Pro-Hose sogar als etwas flexibler.
Fearless Pro Jacke: Ist im direkten Vergleich hingegen etwas steifer. Das fällt vor allem beim Anziehen und bei den ersten Bewegungen auf. Auf dem Motorrad selbst empfinde ich das aber nicht als störend – die Jacke sitzt gut und schränkt meine Bewegungsfreiheit beim Fahren nicht ein.
Insgesamt, ist die Motorrad-Kombi für mich sehr angenehm zu tragen.
Sicherheit
Beim Thema Sicherheit bringen die Fearless Pro und Hunt Pro die für Stadler typische Ausstattung mit: Alle SAS-Tec-Protektoren sind Level-2. Die Protektoren an Schulter und Ellbogen bzw. Knie und Hüfte lassen sich in ihrer Position verstellen.
Besonders positiv fällt mir dabei der neue Rückenprotektor auf. Er ist dünner geworden und trägt dadurch deutlich weniger auf. Für mich ist das ein echtes Komfortplus. Ich möchte beim Motorradfahren natürlich einen möglichst guten Schutz, aber gleichzeitig nicht ständig spüren, dass ein dicker Protektor auf meinem Rücken sitzt.

Wind und Wetter – hier macht die Stadler-Kombi richtig Spaß
Die Fearless Pro & Hunt Pro durfte mich Anfang August auch in meinem Motorradurlaub begleiten und musste damit nicht nur bei kurzen Fahrten, sondern auch auf längeren Etappen zeigen, was sie kann.
Und gerade beim Thema Wind und Wetter hat sie mich absolut überzeugt. Ich bin auch bei langen Fahrten im Regen nicht nass geworden. Die Kombi saugt sich dabei nicht mit Wasser voll und wird dadurch auch nicht schwer und unangenehm. Was mir ebenfalls sehr positiv aufgefallen ist: Auch wenn ich lange bei schlechtem Wetter unterwegs war, wurde mir nicht irgendwann kalt, weil das Material durchfeuchtet oder klamm geworden wäre.
Genau das erwarte ich von einer hochwertigen Gore-Tex Motorradkombi – und hier liefert die Fearless Pro für mich ab. Das Gore-Tex-Pro 3-Lagen-Laminat nimmt nur wenig Wasser auf und trocknet gleichzeitig schnell. Für mich bedeutet das im Alltag vor allem eines: Wetterumschwung? Kein Problem! Ich muss nicht erst irgendwo anhalten und eine Regenkombi überziehen.

Wasserdicht dank YKK
Was sich durch die gesamte Kombi zieht, sind die hochwertigen, wasserdichten YKK-Reißverschlüsse. Gerade bei einer wasserdichten Motorradkombi ist das für mich ein wichtiger Punkt. Die Reißverschlüsse müssen nicht nur leichtgängig sein, sondern auch zuverlässig mit dem Wetterschutz der gesamten Konstruktion zusammenspielen.
Sturmkragen – klein, aber oho
Zusätzlich zur Kombi habe ich den passenden Sturmkragen getestet. Und hier fällt mein Urteil sehr eindeutig aus: Super!
Der Sturmkragen wird hinten ganz unkompliziert mit einem Knopf an der Jacke befestigt und schließt den Halsbereich zuverlässig ab. Vor allem bei Wind und Regen macht sich das positiv bemerkbar. Er hält Wind und Wasser zuverlässig draußen und verhindert, dass es gerade bei längeren Fahrten unangenehm in den Halsbereich zieht. Für mich ist das ein Zubehörteil, das zwar klein wirkt, in der Praxis aber einen deutlichen Unterschied macht.
Weitere praktische Details
Neben den Taschen und der Belüftung gibt es noch einige Details, die im Alltag vielleicht nicht sofort auffallen, für mich aber durchaus relevant sind.
- Die Jacke lässt sich am Kragen sowie an Ober- und Unterarmen und in der Bauch-Weite regulieren.
- Am Jackensaum befinden sich ergonomisch platzierte Reißverschlüsse, die gerade in der Sitzposition auf dem Motorrad für eine bessere Passform und Beweglichkeit sorgen.
- Die Trageweise der Hose lässt sich über doppelte Gürtelschlaufen an Deine bevorzugte Leibhöhe anpassen.
- Gürtel inklusive!
- Hochgeschnittener Rückenbund und Vorbereitung für Hosenträger.
- Sowohl Jacke als auch Hose verfügen über Service-Öffnungen, über die im Reparaturfall gearbeitet werden kann.
Bei der Jacke kannst du so auch auf den Rückenprotektor und bei der Hose auf die Hüftprotektoren zugreifen.

Knöpfe mit Funktion an der Fearless Pro
Auch die beiden roten Druckknöpfe an der Vorderseite haben eine Funktion: Der obere dient zur Befestigung des Sturmkragens, der untere zum Umschlagen und Fixieren der Jacke. So kann ich die Fearless Pro vorne etwas offener tragen und erhalte einen zusätzlichen Lüftungsschlitz.
Neu ist für mich auch die Befestigung des Kragens: Statt wie bei meiner bisherigen Stadler-Kombi ausschließlich über Klett wird der Kragen jetzt zusätzlich mit einem Druckknopf fixiert.

Drüber und drunter
Während meines gesamten Tests habe ich die Fearless Pro & Hunt Pro außerdem mit der passenden Funktionsunterwäsche von Stadler getragen.
Mein Fazit
Die Stadler Fearless Pro & Hunt Pro Motorradhose verbinden bewährte Stadler-Technik (SASS, 3-Lagen-Gore-Tex-Pro-Laminat, SAS-TEC-Protektoren), mit neuen Details (dünner Rückenprotektor, Molle-System).
Auch die größeren Taschen der Hunt Pro finde ich praktisch. Dazu kommt die zusätzliche Belüftungsmöglichkeit am unteren Bein, die gerade bei wärmeren Temperaturen angenehm ist.
Kritisch bleibt der Schnitt der Hose. Für meine Figur ist sie im unteren Bereich etwas zu breit. Gleichzeitig bringt genau dieser Schnitt einen praktischen Vorteil: Breitere Enduro-Stiefel lassen sich problemlos kombinieren. Muss man mögen.
Wetterfest: Die Kombi hat mich auch auf langen Strecken bei Regen zuverlässig trocken gehalten. Hier muss ich mir unterwegs über meine Kleidung keine Gedanken machen!

Pro Kontra Hochwertige Verarbeitung: Gore-Tex 3-Lagen-Laminat – wasserdicht, winddicht & atmungsaktiv Material fühlt sich anfangs etwas steifer an Bewährtes Belüftungssystem: SASS (Stadler Air Scoop System) für optimale Klimaregulierung Hunt Pro Hose ist mir im unteren Bereich zu weit SAS-Tec Protektoren: Hochwertige Level 2-Protektoren an Schultern, Ellbogen, Rücken (inklusive!), Hüfte und Knie Taschenkonzept: Wasserdichte Innen- & Außentaschen, gut erreichbare YKK-Zipper–Reißverschlüsse Molle-System für zusätzliche Staumöglichkeiten und abnehmbare Außentaschen Sichtbarkeit: stilvoll integrierte Reflexelemente für optimale Sichtbarkeit bei Dunkelheit
Preise – das kosten Fearless Pro, Hunt Pro und Sturmkragen:
- Motorradjacke Fearless Pro: 1.699,- Euro (EVP)
- Motorradhose Hunt Pro: 1.169,- Euro (EVP)
- Sturmkragen Storm II GTX 59,90,- Euro (EVP)
Disclaimer: Mit freundlicher Unterstützung von Stadler GmbH
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