Entblätter Dich, Baby! – die Zwiebellagenkolumne 

Claudias Motorradkolumne bei SHE is a RIDER

Claudias Motorradkolumne auf SHE is aRIDER. Heute das Zwiebellagen Prinzip
Claudias Motorradkolumne auf SHE is aRIDER. Heute das Zwiebellagen Prinzip

Zwiebellagen? Wie viele Schichten passen eigentlich so unter die Mopedklamotten? Eine? Drei? Siebzehn? Wie viele sind’s bei dir? Bei Temperaturen unter 20 Grad Celsius und fehlender Sonne fängt Frau an zu überlegen und abzuwägen: warm soll es sein, aber auch praktisch (wir erinnern uns an die Pipi-Kolumne und die dort beschriebenen Herausforderungen). Die Temperaturen sinken – die Schichten wachsen. Lage um Lage. Gedanke um Gedanke. Strategie um Strategie. Funktionsshirt, Fleece, Thermo, Softshell … der Markt gibt viel her, da kann einem auch mal der Kopf schwirren und natürlich ist jedes Produkt das allerbeste ever.

Zwiebellagen verheißen Spannung – wer kommt wohl unter der letzten Schicht zum vorschein?

Am Hals wird abgedichtet, bis es leicht würgt. „Aber egal, Hauptsache warm!“ Gleiches Spiel an den Handgelenken: Stulpen, lange Handschuhe, eng einstellbare Klettverschlüsse. Die Griffheizung: “ON”. Je nach Temperatur Stufe “jo, geht alles noch easy” bis “Prinzessin auf der Erbse volles Rohr heating”. Männer dagegen in etwa so: ein Funktionswäsche-Set drunter, fertsch. Aber seht es uns nach, liebe Männer – wir können da wirklich nichts dafür! Wir haben dünnere Haut und weniger Muskelmasse. Unsere Temperaturregelung ist, nun ja, etwas … feiner und vielfältiger, um nicht zu sagen vielschichtiger. Wir schwitzen, frieren, schwitzen, frieren – und das manchmal gleichzeitig!

Claudia schreibt über das Zwiebelprinzip im Allgemeinen und bei Motorradfahrerinnen im Speziellen.
Und wieder stellt sich die Frage, wer kommt denn da unter 15Quadratmetern Schal zum Vorschein? Das Zwiebelprinzip ist und bleibt spannend.

Karma is a Bitch, Baby

Und wenn dann einer noch so einen richtig doofen Spruch ablässt Richtung Frierhutzel, Eisprinzessin oder Schlotterbuchse, kann er sich sicher sein: irgendwann – vielleicht am selben Tag, vielleicht drei Wochen später, vielleicht ein Jahr später (wir Frauen vergessen nicht so schnell) – bekommt er eiskalte Füße oder Hände an eine schön warme Stelle gepackt.

Manche Zwiebeln bringen dich zum Heulen ob nun Tropfen aus den Augen oder ein kälteinitiiertes Aufheulen durch besagte Hände und Füße an ebenfalls besagter warmer Körperstelle. Werwolfgleich tanzt dann der Mann mit aufgestellten Haaren, jammernd durch die Gegend. Die ganz Harten lassen sich natürlich nix anmerken, fluchen aber unterm Pelz wie ein Kesselflicker. Frau kichert heimlich und Rachegestillt in den Wollschal, der rund 70 % der Frau verdeckt.

Halberfroren und schichtenbedingt unbeweglich – Hauptsache safe at home.

DLzG
Eure Claudi

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