Mellie – Raufsetzen, losfahren & alles Schlechte zurücklassen

Mellie und ihr aktuelles Traumbike. Die Kawasaki Ninja H2 SX.
Mellie bei den Kawasaki Days in Speyer. Die Kawasaki Ninja H2 SX. Foto: Kawasaki Deutschland

Hallo, wie heißt Du bitte? Mein Name ist Melanie, ich werde aber von allen Mellie genannt.
Wie alt bist du? Ich bin 26 Jahre.
Was ist dein Job? Ich arbeite bei einem Kawasaki Händler als Servicemitarbeiterin.
Seit wann fährst du Motorrad? Ich fahre seit Herbst 2018.

Wie und warum bist Du zum Motorradfahren gekommen?

Ich bin durch meinen Job zum Motorradfahren gekommen. Ich denke, wenn man in einem Motorradgeschäft arbeitet, bleibt das nicht aus. Ich bin, vor ungefähr vier Jahren, bei einem Kollegen das erste Mal auf seinem Motorrad als Sozia mitgefahren und war sofort angesteckt von diesem Gefühl der Freiheit. Von da an war mir klar: Ich muss einen Motorradführerschein machen! Ab diesem Zeitpunkt habe ich es mir in den Kopf gesetzt und zwei Jahre später, dank der Unterstützung meiner Chef’s, hatte ich mich zur Fahrschule angemeldet und im Herbst 2018 meinen A-Führerschein bestanden.

Welches Motorrad fährst Du? Warum hast Du diese Maschine gewählt?

Aktuell besitze ich noch kein eigenes Motorrad. Ich habe das Glück, dass ich bei einem Kawasaki Vertragshändler arbeite und ich in der Saison mit den Mietmotorrädern fahren darf. Heißt, ich habe die Qual der Wahl! Meine erste Fahrt alleine war auf der Kawasaki Ninja 650. Das wäre auch unter anderem eine Maschiene die ich mir privat kaufen würde, da dieses Motorrad perfekt für Einsteiger ist. Sie ist sehr leicht, hat einen angenehmen Schwerpunkt und 68PS sind völlig ausreichend um Spaß zu haben.

Momentan ist Mein Favourite aber die Z650, dass Gegenstück zur Ninja 650, die ein wenig leichter ist!

Hier schlägt Mellis Herz. Die Kawasaki Z650. Ein Motorradtraum in schwarz-grün.
Hier schlägt Mellies Herz für die Kawasaki Z650. Ein Motorradtraum in schwarz-grün.

Was bedeutet Dir Motorradfahren heute?

Motorradfahren bedeutet für mich Eigenständigkeit & Freiheit! Motorradfahren ist für mich ein „Luxus“, den man sich leistet. Dieses Gefühl, auf dem Bike zu sitzen, loszufahren, den Wind & die Sonne im Gesicht zu spühren ist ein unbeschreibliches Gefühl, was einem einfach ein Lächeln in’s Gesicht zaubert. Sobald ich auf dem Motorrad sitze, breiten sich Glücksgefühle aus und mir geht es gut. Gerade nach einem stressigen Arbeitstag tut das der Seele einfach nur gut! Raufsetzen, los fahren & alles Schlechte zurück lassen!

Was bewunderst Du an anderen?

Stunt-Fahrer begeistern mich sehr! Ich bin jedesmal auf’s neue überrascht was man alles mit einem Motorrad anstellen kann, wie weit man gehen kann. Die Jungs und Mädels haben es einfach drauf und meinen vollsten Respekt dafür.

Was war Deine größte Herausforderung bisher?

Meine größte Herausforderung war bisher mein Anspruch an mich selbst. Am Anfang habe ich mir selbst enormen Druck gemacht. Man sieht, besonders im Motorradgeschäft, täglich viele Motorradfahrer bzw. lernt viele kennen und hört die Geschichten und Erfahrungen vom Fahren.

Wenn man sieht wie die Leute das Motorrad beherschen, damit umgehen können, will man das selbst sofort auch können, was natürlich nicht möglich ist. Die Einsicht kam dann und ich habe mir angewöhnt, meine eigenen Leistungen mehr zu schätzen und die kleinen Fortschritte zu erkennen. Seitdem fahre ich viel befreiter und habe doppelt zu viel Spaß dabei.

Melli at Work. Auf der Messe gilt es alle Fragen zu Kawasaki und den Bikes zu beantworten. Melli kennt sich aus!
Mellie at Work. Auf der Messe gilt es alle Fragen zu Kawasaki und den Bikes zu beantworten. Mellie kennt sich aus! Foto: Kawasaki Deutschland

Gab es schon Mal eine brenzlige Situation? Was war es und wie hast Du reagiert?

Zum Glück hatte ich bisher noch keine brenzlige Situation mit dem Motorrad und hoffe, dass dies noch eine Weile anhält. Ich hatte nur einmal, in meiner Fahrstunde, in der Fahrschule einen kleinen Vorfall. Ich kam aus einer Straße und wollte nach links abbiegen. Von Links kam ein LKW, der mich gesehen hatte und seine Geschwindigkeit verringert hatte, damit ich fahren kann, so dachte ich. Ich habe gerade den Gang eingelegt, nach links & rechts geschaut und bin losgefahren, da der LKW fast stand. Plötzlich beschleunigte er wieder. Ich bin voll in die Eisen gegangen und zum stehen gekommen. Der LKW Fahrer hat sich dann noch über mich aufgeregt und ist weiter gefahren. Das war ein kleiner Schock-Moment für mich, wo ich gleichzeitig meine Reaktionen testen konnte.

Was war Dein schönstes Erlebnis?

Die erste Fahrt allein, war bisher das schönste Erlebnis für mich! Nach bestehen der Führerscheinprüfung das erste Mal selbstsändig zu fahren (ohne Knopf & Stimme im Ohr ) war einfach traumhaft. Es war noch angenehmes Wetter zum fahren.

Ich habe mir die Kawasaki Ninja650 geschnappt und bin ohne Navi los gefahren … Sozusagen frei Schnauze, egal wo es mich hintreibt. Das war wirklich ein Gefühl von Freiheit!

Wo oder welche Strecke würdest Du gern einmal fahren? Warum reizt Dich das?

Ich würde gerne mal eine Schweiz-Tour machen. Die Strecken und die Landschaften sind einfach gemacht für Motorradfahrer. Dann reizt mich noch der Odenwald mit seiner Kurvenvielfalt und den grandiosen Landschaftsbildern. Ich möchte auch einmal auf die Rennstrecke und austesten, wie weit das Knie Richtung Asphalt geht.

Melli und die Kawasaki Z650 an cooler Location.
Mellie und die Z650 an cooler Location.

Was würdest Du Dir selbst raten, wenn Du jetzt mit dem Motorradfahren beginnen würdest?

Denke immer für die Anderen mit! Verlasse dich nicht auf dein Recht … im Zweifel zieht der Motorradfahrer leider immer den Kürzeren!

Drei Tipps aus Deiner persönlichen Erfahrung?

  • Nichts Überstürzen & nie mit Stress oder Hektik losfahren. Gerade in solchen Fällen passieren Unfälle oder ähnliches. Lieber 5-10 Minuten warten, den Kopf frei bekommen und dann starten. Dann macht alles auch gleich viel mehr Spaß!
  • Geht nicht – Gibt’s nicht! Immer alles ausprobieren & üben. Es kann nicht immer alles beim ersten Mal klappen
  • Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen.

Warum sollte Frau Motorradfahren?

“Wieso sollte Frau nicht?” ist die Frage!
Wieso soll dieser Spaß nur der Männerwelt vergönnt sein? Ich finde, es sollten sich viel mehr Frauen trauen Motorrad zu fahren. Die Fahrzeuge werden immer leichter. Somit fällt die Ausrede “Das Motorrad ist viel zu schwer, ich kann es nicht halten“ weg.
Jeder sollte in diesen Genuss kommen und die Motorrad-Gemeinschaft ist klasse. Die Motorradfahrer grüßen sich untereinander und es können tolle Freundschaften entstehen.

Mädels traut euch! Lasst euch nicht einreden, ihr könnt das nicht. Das ist Quatsch. Jeder kann wenn er will. Ihr verpasst sonst etwas einmaliges. Ihr werdet es nicht bereuen!

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