Ramona – Ich steig auf mein Motorrad und bin happy

Ramona fährt die BMW S1000RR - SHE is a RIDER
So sehen Doppel R-Fahrerinnen aus. Ganze 165cm Motorradleidenschaft.

Hallo, wie heißt du bitte? Ramona aka Killalane
Und wie alt bist du? 25 Jahre
Was ist dein Job? Ich arbeite seit drei Jahren als BMW Product Genius. Hier berate ich Kunden rund ums Thema BMW und MINI, begleite Probefahrten und präsentiere Fahrzeuge, die noch nicht auf dem Markt sind.
Seit wann fährst du Motorrad? Ich fahre seit sechs Jahren Motorrad.

Wie und warum bist du zum Motorradfahren gekommen?

Ich bin mit Motorrädern groß geworden, da beide Eltern auch Motorrad fuhren, wollte ich dies auch so schnell wie möglich erlernen. Meine Mutter fuhr, als sie in meinem Alter war, auch eine Supersportler (Kawasaki GPZ 900 R) welche aber weder über ein Kurven-ABS oder sonstige Assistenzsysteme verfügte. Sie ging auch viel auf die Rennstrecke und fuhr dort Rennen. Dies hat mich sehr inspiriert, da es zu dieser Zeit sehr selten war, dass eine Frau so eine Maschine fuhr.

Da ich mit 14 Jahren noch nicht Motorrad fahren durfte, fing ich zuerst mit Töffli (Mofa) fahren an. So schraubte ich damals gemeinsam mit meinem Vater ein Töffli zusammen.

Das zusammenbauen dieses Mofas hat wirklich spass gemacht, denn ich konnte von Grund aus entscheiden, welchen Sattel, welchen Tank, welche Lenkgabel usw. ich haben wollte. Mein Vater hat eine sehr große Garage und dementsprechend viele Ersatzteile, Motorräder und Töfflis rumstehen.

Natürlich ließ ich mein Töffli in der typischen Kawasaki-Farbe, Ninja grün, lackieren.

So sieht das Ninja Töffli aus.
Töffli-Customizing ala Killalane – Ein Ninja-Töffli.

Welches Motorrad fährst du? Warum hast du diese Maschine gewählt?

Mein erstes Bike war eine Kawasaki ER-5, meine Mutter erlaubte mir keine andere Marke. Danach hatte ich eine Kawasaki Z750 und jetzt die große Tausender.

Ich bin seit Anfang März 2020 stolze Besitzerin der neue BMW S1000RR. Ich durfte vor zwei Jahren von einem Arbeitskollegen das Vorgänger-Modell meiner jetzigen Maschine fahren, wir waren im Schwarzwald und ich hatte mich von der ersten Sekunde an in dieses Motorrad verliebt. Die sportliche Sitzposition, die enorme Leistung und der brachiale Sound haben mich sofort fasziniert. Da sie mir nicht nur technisch, sondern auch optisch sehr zugesagt hat, wusste ich, dass die BMW S1000RR mein zukünftiges Motorrad sein wird.

BMW S1000RR
Die BMW S1000RR mit enormer Leistung und brachialem Sound. Das Motorrad der Wahl für Ramona.

Was bedeutet dir Motorradfahren heute?

Es bedeutet für die mich die absolute Freiheit, egal wie streng mein Tag war. Ich steig auf mein Motorrad und ich bin happy. Wenn ich z.B. nur aufgrund von schlechtem Wetter 1-2 Tage nicht Motorrad fahren konnte, werde ich ganz hibbelig und kann es kaum erwarten, wieder auf mein geliebtes Motorrad zu steigen.

Was bewunderst du an anderen Motorradfahrern/Fahrerinnen?

Wenn sich ein Motorradfahrer oder eine Motorradfahrerin nach einem brutalen Sturz wieder auf das Bike getrauen und den Mut hat, das Hobby weiter zu führen.

Dainese Killalane Lederkombi auf BMW in Kurvenlage
Killalane auf BMW in souveräner Kurvenlage.

Was war deine größte Herausforderung bisher und wie hast du Sie gemeistert?

Aufgrund meiner Grösse (1,65m) komme ich relativ schlecht mit meinen beiden Füssen auf den Boden. Anfangs hatte ich sichtlich Mühe, da das Bike auch schon mal umgekippt ist. Nach diesem Ereignis hatte ich grosse Zweifel an mir und fragte mich: bin ich zu klein, soll ich wirklich so ein grosses Motorrad fahren, was ist wenn das nochmals passiert?

Aber dann sprang ich über meinen eigenen Schatten und glaubte an mich selbst. Denn ich kenne so viele Motorradfahrer/innen denen dass auch schon mal passiert ist. Jetzt kann ich über dieses Malheur hinwegsehen und bin stolz auf mich, dass ich so eine Maschine fahren kann. Denn nach einiger Zeit hatte ich das Handling meiner neuen Maschine immer besser im Griff.

Hast du die BMW1000RR technisch noch etwas auf dich angepasst?

Da man aktuell leider nichts am elektronischen Fahrwerk ändern kann, habe ich mir nur eine tiefere Sitzbank angebaut. Beim ersten Reifenwechsel beim hinteren Pneu, habe ich mich für eine kleinere Dimension entschieden. Anstatt einen 200er habe ich mir einen 190er Reifen aufziehen lassen, dies hat sehr viel genützt. Und bei meinen Motorradstiefeln hat mir der Schuhmacher den Absatz erhöht.

Jetzt klappt es mit dem Handling nochmal besser.

Gab es schon Mal eine brenzlige Situation? Was war es und wie hast du reagiert?

Vor drei Jahren war ich an einer Töff-Rallye in Üesslingen dabei, ich war auf der Landstrasse unterwegs und vor mir fuhr ein Auto. Plötzlich hielt er an und setzte den Rückwärtsgang ein, weil er die Ausfahrt verpasst hatte. Er donnerte in mich und meinen Sozius rein. Zum Glück entstand nur Blechschaden und wir kamen mit einem Schock davon.

BMW S1000RR
Das Warten hat sich gelohnt! Ramona und ihre BMW S1000RR.

Was war dein schönstes Erlebnis?

Mein schönstes Erlebnis war sicherlich, als endlich nach langem Warten meine BMW S1000RR endlich ausgeliefert wurde. Natürlich erinnere ich mich auch immer wieder gerne an dem Moment zurück als ich zum ersten Mal mit meinem Knie beim Hang-Off am Boden kam.

Wo oder welche Strecke würdest du gern einmal fahren? Warum reizt dich das?

Ich würde sehr gerne mit meiner BMW S1000RR mal auf die Rennstrecke, um annähernd die enorme Performance dieses Motorrad zu spüren. Ich wäre im April 2020 auf die Rennstrecke nach Anneau du Rhin gegangen, aber leider hat mir da das Corona-Virus einen Strich durch die Rechnung gemacht. Eventuell werde ich dies nächstes Jahr, 2021, nachholen.

Apropos Rennstrecke – wie bist du auf deinen Spitznamen gekommen?

Ich bin auf den Namen Killalane gekommen, da es der Name meiner neuen Lederkombi ist und die nach einer Rennstecke in Irland benannt wurde.

Shie is a Rider Dainese Killalane
Ramona, selbstreflektiert, gibt sich selbst 3 Tipps beim Motorradfahren.

Welche Tipps würdest du dir selbst geben, wenn du jetzt mit dem Motorradfahren beginnen würdest?

Ich würde mir folgende Tipps geben:

  • Plane dir fürs fahren immer genügend Zeit ein, denn es gibt nichts Schlimmeres, als wenn du mit Zeitdruck auf dem Motorrad sitzt.
  • Fahre zuerst nur in kleinen Gruppen, mit Leuten die du kennst und dir auch während der Fahrt via Head-Set wichtige Mitteilungen wie “Achtung, Steine am Boden” oder Feedback mit Fahrtipps über deine Fahrweise geben können.
  • Gehe immer wieder auf diverse Auffrischungskurse.

Warum sollte Frau Motorradfahren?

Weil es viel zu schön ist, um es allein den Männern zu überlassen!

Ist da noch etwas, was du unseren Leserinnen gern mitteilen möchtest?

Falls Ihr schon lange mit den Gedanken spielt, Motorrad fahren zu lernen dann go for it. Aller Anfang ist schwer, aber es lohnt sich – garantiert.

Mehr von Ramona und ihrer BMW S1000RR kannst du hier sehen.

Was denken andere RIDER of the WEEK über die Rennstrecke?

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