Moto GP 2020 – Suzuki mit Rins auf Platz 4 und Pech für Mir in Brno

Monster Energy Grand Prix Tschechische Republik

Moto GP Alex Rins Suzuki GSX-RR in Brno 2020
Alex Rins mit hervorragendem 4.Platz im Moto GP Rennen in Brno 2020

Das dritte Moto GP-Rennen der Saison 2020 war ein anspruchsvolles 21-Runden-Rennen mit einigen Überraschungen und sorgte für gemischte Gefühle bei den Team Suzuki Ecstar Fahrern. Alex Rins erkämpfte sich einen erstaunlichen vierten Platz, Joan Mir hingegen hatte Pech und fiel aus.

Alex Rins am Start in Brno zur Moto GP 2020
Alex Rins in der Startaufstellung zum Moto GP in Brno

Moto GP Rennen trotz Schulterverletzung

Rins hatte einen großartigen Start mit seiner GSX-RR und schaffte es von seinem elften Startplatz auf den siebten Platz nach vorne. In den ersten Runden des Moto GP Rennens behielt er die Spitzengruppe im Visier und ging es vorsichtig an, um seine Reifen und seine Schulter, die er sich in Jerez de la Frontera verletzt hatte, zu schonen. Nach einigen Runden setzte Rins zum Angriff auf Platz 6 gegen den Aprilia Piloten Aleix Espargaro an, um sich von ihm und seinem Verfolger Valentino Rossi abzusetzen. Er fuhr ein kluges Rennen und konnte schließlich auch noch Fabio Quartararo bezwingen, um sich mit fünf verbleibenden Runden den vierten Platz zu sichern. Trotz seiner Schulterschmerzen arbeitete er sich mit seinem geschmeidigen Fahrstil weiter an den dem dritten Platz heran und überquerte die Ziellinie nur 0,139 Sekunden vom Podium entfernt. Ein unglaublicher Abschluss für Alex und eine großartige Belohnung für die Kämpfe, die er in den letzten Wochen ausgefochten hat. Er rückt in der Meisterschaftswertung um sechs Plätze vor und belegt nun den 10. Platz.

Joan Mir auf Suzuki GSX-RR
Joan Mir auf Suzuki GSX-RR am Start in Brno

Auch Joan Mir startete zuversichtlich ins Rennen der Moto GP, nachdem er am Wochenende eine gute Abstimmung für sein Motorrad gefunden hatte. Trotz seines neunten Startplatzes fühlte er sich durchaus in der Lage, ein gutes Rennergebnis zu erzielen. Doch der Start war eine Herausforderung und er verlor einige Plätze, was sein Rennen nicht einfach beginnen ließ. In der vierten Runde des Grand Prix wurde Mir unverschuldet am Vorderrad getroffen, als ein anderer Fahrer beim Überholversuch stürzte und er konnte somit das Rennen nicht beenden. Zum Glück blieb er bei dem Vorfall unverletzt.

Suzuki GSX-RR mit Joan Mir in Brno 2020
Joan Mir in perfekter Kurvenlage im Moto GP Rennen in Brno

Für das Team Suzuki Ecstar geht es bereits in fünf Tagen beim Großen Preis von Österreich auf dem Red Bull Ring weiter und das Team hofft, den Aufwärtstrend dort bestätigen zu können.

Ken Kawauchi – Technischer Manager für Moto GP Team Suzuki Ecstar:

„Der Tag heute war wirklich halb gut und halb schlecht. Alex ist ein unglaubliches Rennen gefahren, besonders angesichts der Schmerzen in seiner Schulter. Er hat einen sehr guten Job gemacht, knapp das Podium verpasst, aber einen tollen vierten Platz erreicht. Es war so schade für Joan, weil wir zuversichtlich waren, dass er ein gutes Ergebnis und einige schöne Punkte mitnehmen kann, aber manchmal passieren solche Dinge. Wir konzentrieren uns bereits auf das nächste Rennen und kämpfen weiter mit beiden Fahrern.”

Davide Brivio – Teammanager:

„Wir dachten, dass Alex gestern im Training und im Qualifying großartige Arbeit geleistet hat, aber heute hat er noch einen drauf gesetzt! Wir wissen, welche Schmerzen er hat und es war so beeindruckend, das Rennen so zu beenden – so nah am Podium und mit einem starken Tempo bis zum Ende. Vielen Dank an Alex und das gesamte Team für ihre Arbeit. Ich denke, dass Joan auch zu einem guten Ergebnis fähig gewesen wäre, aber es gab einen Rennvorfall, der nicht seine Schuld war und der sein Rennen beendet hat. Es war schade, aber wir wissen, dass er stark ist und noch besser zurückkommen kann. Ich freue mich auf Österreich nächstes Wochenende!“

Alex Rins:

„Ich hatte entschieden, das Warmup am Morgen auszulassen, um meine Schulter so gut wie möglich zu schonen. Im Rennen hatte ich immer noch Schmerzen und es war sehr hart, aber ich habe versucht, einen guten Start hinzubekommen und habe mich einfach auf meinen Job konzentriert. Runde für Runde geriet ich in einen besseren Rhythmus, obwohl die Reifen stark nachgelassen haben. Ich war fest entschlossen, die bestmögliche Position zu erreichen und mit diesem vierten Platz nehme ich viele Punkte mit nach Hause. Ich hatte am Ende keine Kraft mehr und es war nicht einfach meine Rivalen zu überholen. Ich kam dem Podium sehr nahe, aber am Ende habe ich es knapp verpasst. Wie auch immer, ich bin mit dem Ergebnis und der geleisteten Arbeit zufrieden.”

Joan Mir:

„Es ist genau das im Rennen passiert, was ich überhaupt nicht wollte. Mein Start war in Ordnung, aber ich hab schon in den ersten Runden den Anschluss verloren, als ich mit Petrucci kämpfte. Ich habe dann versucht meinen Rhythmus zu finden und bin ruhig geblieben. Ich wusste, dass ich ein gutes Tempo habe und bereitete ich mich darauf vor, mich durch das Feld vor zu arbeiten. Lecuona stürzte vor mir und ich konnte ihm nicht ausweichen und nicht verhindern, auch zu Boden zu gehen. Er hat das Rennen für mich ruiniert, aber ich gebe ihm keine Schuld, weil diese Dinge nun mal passieren können. Ich habe gute Erinnerungen an Österreich, als ich noch in den kleineren Klassen gefahren bin. In der MotoGP ist es dort mein erster Einsatz und ich kann es kaum erwarten, wieder auf Kurs zu kommen”.

Weitere Infos zum Team Suzuki Ecstar findet ihr hier.

Teilen Sie diesen Post:

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*