GS Trophy 2018 – Tag 6 für die GS Fahrer

Die GS Fahrer machen sich auf der Trophy einen entspannten Nachmittag.

Auf der BMW GS Trophy 2018 in der Mongolei gilt: Es kommt immer anders als man denkt. Das haben auch die GS Fahrer gelernt.

Zusammenfassung von Tag 6:

  • Lage: Camp Khatan Ugij (N 47o 45,124’’ E 102o 47,581’)
  • Wetter: Sonne/Wolken, 21° C
  • Kurs: (nach Plan 283 km), von Camp Munkh Tenger nach Camp Khatan Ugij
  • Gelände: geänderte Route: asphaltierte Straße 95 %, Lehmpiste 5 %
  • Tests: SP14: „Time Trial“ („Zeitfahren“), SP16 „Bow and Arrow“ („Pfeil und Bogen“)
  • Top drei Teams: 1 Südafrika, 2 USA, 3 Mexiko

Camp Khatan Ugij, Mongolei

Tag 6 der BMW Motorrad International GS Trophy 2018 erwies sich als einzigartig in der Geschichte des Events. Erkundet, geplant und vorbereitet war eine 283 Kilometer lange Strecke durch die Ebenen und Berge der Region. Da diese Route aber durch ein Gebiet führte, in dem die Maul- und Klauenseuche beim Viehbestand grassiert, war eine Änderung der Strecke erforderlich. Unter den neuen Bedingungen mussten die GS Fahrer größtenteils der asphaltierten Straße bis zum Ziel Camp Khatan Ugij folgen.

Kein Tag ohne Prüfung

Die Sonderprüfungen wurden aber nicht gestrichen. Am Morgen fand SP14, das „Time Trial“ („Zeitfahren“), statt, bei dem die Teammitglieder einen Trial- Parcours am baumbestandenen Ufer des Tamir bewältigen mussten – wobei der besondere Clou darin bestand, dass jeder Fahrer dieselbe Zeit zu fahren hatte wie seine Teamkollegen. Wenn also der erste Fahrer die Strecke in 1:30 Minuten absolviert hatte, mussten seine beiden Teamkollegen möglichst nahe an diese Zeitvorgabe herankommen. Nach der Sonderprüfung brachen die GS Fahrer zu ihrem Nachtlager auf.

GS Fahrer-Time Trial-Tamir
Time Trial am Tamier. Die GS Fahrer mussten mit Geschick und Zeitgefühl durch den Parcours.

Die Zeit wurde kreativ für den Besuch des historischen (buddhistischen) Klosters Erdene Zuu aus dem 16. Jahrhundert genutzt, in dem einst nicht weniger als 1.500 Mönche lebten. Auch mit der modernen mongolischen Kultur kamen die GS Fahrer in Berührung als sie lokale Geschäfte und sogar einen Coffee-Shop aufsuchten, die ausgezeichnete Möglichkeiten boten, mit den Einheimischen ins Gespräch zu kommen. Ansonsten bieten die GS Motorräder immer allerbeste Voraussetzungen für Gespräche. Häufig verglichen lokale Motorradfahrer (die in der Regel chinesische 125 cm3 Maschinen fahren) ihre Gefährte mit denen der GS Fahrer, wobei man sich der universellen Sprache der Motorradbegeisterung bediente.

Andere Länder, andere Mopedkleidung

Und während die GS Fahrer durch ihre BMW Motorrad Rallye Anzüge geschützt sind, fuhren die Einheimischen interessanterweise in traditioneller mongolischer Kleidung, mit hohen Lederstiefeln, locker sitzenden Reithosen, kittelartigen Mänteln und breitkrempigen Filzhüten.
Insgesamt machten die GS Fahrer das Beste aus ihrer dazugewonnenen Freizeit. Nach der intensiven Erkundung des Landes nahmen sie sich jetzt Zeit, um Einblicke in die Kultur zu gewinnen. Die letzten Kilometer zum Camp legten dann die gesamte Intl. GS Trophy gemeinsam im Konvoi zurück.

Nach ihrer Ankunft im Camp stand Bogenschießen (ein traditioneller mongolischer Volkssport) auf dem Programm. Bei diesem Wettbewerb sorgte Team Indien für großes Aufsehen, als einer der Fahrer gleich zweimal ins Schwarze traf – aber leider auf der falschen Zielscheibe! Und trotzdem belegte sein Team am Ende noch den dritten Platz… Eine tolle Challenge, die gleichermaßen wettbewerbsorientiert wie unterhaltsam war.
Insgesamt ein sehr gelungener Tag.

GS Fahrer-GS Trophy-Mongolei-Bogenschießen
Bogenschießen und GS fahren gehört in der Mongolei einfach zusammen. Zumindest auf der GS Trophy.

Dass die für heute geplante Strecke nicht wie geplant absolviert werden konnte, tat der guten Stimmung am Abend vor der Kulisse des Ugij Sees keinen Abbruch.

Ezelda sagt!

Ezelda van Jaarsveld, Team Eurafrica fasst den Tag nochmal mit ihren Worten zusammen … “Merkwürdigerweise habe ich diesen Tag absolut genossen, obwohl wir auf Asphalt fuhren! Ich beobachtete kleine Kinder, die auf die Straße liefen und uns zuwinkten, als wir uns ihnen näherten. Natürlich winkten wir zurück – es ist faszinierend zu sehen, wie sich die Aufregung der Kleinen in ihren Gesichtern widerspiegelt. Andere Kinder wiederum hüteten, zu Pferd oder auf einem Fahrrad, Schaf- oder Ziegenherden – das war mir neu. Ich habe jeden Tag genossen, nicht nur die Fahrt, die Kultur, sondern auch die Community der GS Trophy. Es ist toll, andere Fahrer kennen zu lernen und sich mit ihnen trotz der Sprachbarrieren zu verständigen. Diese GS Trophy zählt zu den schönsten Erfahrungen meines Lebens. Sie gehört zu den Erfahrungen, die man nicht missen möchte. Für mich ging ein Traum in Erfüllung.“

BMW Motorrad GS Trophy Mongolei 2018.
Tag 6, Gesamtwertung der GS Fahrer Teams:

  1. Südafrika 259
  2. USA 194
  3. Mexiko 162
  4. Lateinamerika 154
  5. Frankreich 149
  6. Großbritannien 147
  7. Korea 142
  8. Russland 142
  9. Deutschland 134
  10. Argentinien 117
  11. Ausamerica (Frauenteam) 110
  12. Australien 106
  13. Kanada 105
  14. Südostasien 105
  15. Japan 90
  16. Eurafrica (Frauenteam) 84
  17. China 79
  18. Indien 78
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