KTM

KTM die Geschichte der Motorradmarke aus Österreich

1934 – Die frühen Anfänge

Der 25-jährige Hans Trunkenpolz gründete eine Schlosser- und Autowerkstatt im oberösterreichischen Mattighofen. Aus diesem Betrieb entwickelte sich Zug um Zug der spätere Motorradhersteller KTM.

1953 KTM – Kronreif Trunkenpolz Mattighofen

Im Jahr 1953 tauchten die drei Buchstaben „KTM“ zum ersten Mal auf: Sie standen zu diesem Zeitpunkt für Kraft-
fahrzeuge Trunkenpolz Mattighofen. Nach dem Eintritt des Partners Ernst Kronreif Mitte der 1950er-Jahre erhielten die Initialen die Bedeutung „Kronreif Trunkenpolz Mattighofen“.

1954 KTM Nonstop – Von Paris nach Wien

Im Herbst 1954 erregte eine KTM Aufmerksamkeit, denn eine Tafel mit der magischen Zahl „1000“ war am Lenker der R125 Tourist befestigt. Um der Öffentlichkeit die Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit von Motorrädern zu präsentieren, wurden in den 1950er-Jahren häufig Langstreckenrennen veranstaltet. Daher standen am 30.09.1954 am Stadtrand von Paris drei 125 ccm Tourist und ihre Fahrer, darunter auch KTM-Chef Hans Trunkenpolz, am Start. Ziel war Wien – eine Strecke von 1.300 Kilometern. Nicht nur die Entfernung war eine Herausforderung, sondern auch die Zeitvorgabe war für damalige Verhältnisse mehr als ambitioniert. Die Fahrer wollten zumindest nicht langsamer als der „Arlberg-Express“ sein, der für dieselbe Strecke 24 Stunden benötigte. Und es funktionierte – die Zeit des Zugs wurde sogar um mehr als zwei Stunden unterboten. Eine KTM Tourist, die schneller als der Express-Zug von Paris nach Wien fährt, sollte auch für normale Touristen das richtige Motorrad sein.

1984 Österreich setzt Ein Signal – Kini und KTM sind Champions!

Sein erster Titelgewinn bei der Motocross-WM auf einem in Österreich hergestellten KTM-Motorrad machte den Tiroler Heinz Kinigadner zum nationalen Sporthelden. Durch seine Titelverteidigung im Jahr 1985 prägte er die internationale Offroad-Welt.

1992 Neubeginn

Anfang 1992 wurde KTM von Stefan Pierer und seiner CROSS Industries übernommen. Dadurch wurde nicht nur die österreichische Marke, die sich 1953 etabliert hatte, wiederbelebt, sondern es wurden auch neue Höhen des Erfolgs erreicht. Nur 24 Jahre später ist KTM die größte europäische Motorrad-Marke und dominiert den Markt für zweirädrige Offroad-Maschinen. Sie zählt mehr als 280 WM-Pokale im Trophäenraum, darunter 16 Dakar-Siege in Folge. Heute verkauft die Marke mehr Straßen- als Geländemotorräder.

EXC – „READY TO RACE“ für jeden

Obwohl die KTM-Trophäenvitrinen bereits mit Motorcross- und Supercross-Pokalen gefüllt sind, ist der Enduro-Bereich das Herzstück von KTM und verantwortlich für die meisten Weltmeistertitel. Darüber hinaus liegen die Enduro-Verkaufszahlen der Marke weltweit an der Spitze. Warum? Seit 1992 bietet KTM seinen Kunden EXC-Maschinen mit 2-Takt-oder 4-Takt-Motor an, mit denen sie direkt vom Showroom aus Siege einfahren können. Jährliche Modernisierung – das steht für READY TO RACE, und diese Einstellung wird sich auch niemals ändern

1994 Siegeszug auf den Strassen

Man nehme eine LC4 620 Enduro, bearbeite sie mit einem Winkelschleifer und setze 17-Zoll-Räder ein – so eroberte KTM 1994 zum ersten Mal nach der Neuerschaffung den Asphalt. Die 620 DUKE war entfesselt und brachte das Supermoto-Erlebnis für die Biker-Massen weltweit auf die Straßen. Das reifenquietschende Bike war bald das Maß aller Dinge bei KTM. Und wie die meisten von uns wissen, kann so ein Ruf ein Leben lang währen – um genau zu sein schon 23 Jahre, und ein Ende ist nicht in Sicht.

1998 LC8 – EINE NEUE LEISTUNGSDIMENSION

Im Jahr 1998 begann KTM erstmals, sich mit der Entwicklung von Mehrzylindermotoren zu beschäftigen. Nach mehreren Konfigurationstypen entschied man sich für einen 75-Grad-V2. Dieser Motor wurde auf der 2000 INTERMOT-Show in Köln vorgestellt, und zwar in Form des Prototyps „LC8 ADVENTURE“.

1999 Neues Werk

Die rasch wachsende Modellpalette mit verschiedenen Motortypen erforderte mehr Ersatzteile, deshalb wurde am Rand der kleinen oberösterreichischen Stadt Mattighofen ein neues KTM-Werk eröffnet. Im Werk befinden sich die vier Produktionslinien, wo sämtliche Offroad-Maschinen und alle Straßenbikes mit Hubräumen von 690 ccm und höher gebaut werden. Spezielle Prototypen und maßgeschneiderte Rennmaschinen, wie die KTM 450 RALLY und die KTM RC 250 R, werden auf einem separaten Musterband gefertigt.

2001 Erster Dakar-Sieg

Die Rallye Dakar ist wegen ihres Schwierigkeitsgrades sowohl für den Fahrer als auch für das Motorrad einzigartig. Eine echte Ausdauerprüfung: Das Rennen ist in Bezug auf Dauer und Distanz so abwechslungsreich, wie die Landschaften vielfältig sind. Der größten Offroad-Marke dienen die Dakar-Rennen als perfekte Prüfung ihrer Maschinen. KTM gewann 2001 mit dem Italiener Fabrizio Meoni erstmals das Dakar-Rennen. Seit diesem ersten Dakar-Sieg sicherten sich KTM-Fahrer exklusiv 16 Siege in Folge. Das ist eine Leistung, die kein anderer Hersteller bisher erreicht hat.

2003 Ein neues Abenteuer

Obwohl sie nicht als erste KTM die „Abenteuer“-Fahne trägt (das war die LC4 640 Mitte der 1990er-Jahre), etablierte sich die Marke 2003 mit der Einführung ihres ersten Mehrzylinder-Anwärters als ernstzunehmender Player auf dem Markt der Reiseenduros. Mit der Einführung der LC8 950 Adventure wurde klar, dass Motorräder in diesem Sektor nicht unbedingt groß und schwer sein müssen. Die Maschine (950 und später die 990), die zu 90 % der Maschine entspricht, die 2002 das Dakar-Rennen gewann, spielte für die Zukunft von KTM eine entscheidende Rolle und führte zahlreiche neue Fahrer zur Marke.

2008 Auftritt eines einzigartigen Superbikes

Die Marke war nie ein Mitläufer, doch das erste Superbike von KTM – die KTM RC8 – stellte herkömmliche Vorstellungen in Bezug auf Design und Fahrverhalten vollends auf den Kopf. Durch ihr unverwechselbares Design, verbunden mit einem ebenso einzigartigen Fahrerlebnis, ist die KTM RC8 der Favorit von Zweiradpuristen. Die KTM RC8 stellte ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis, als Martin Bauer 2011 mit ihr den IDM-Suberbike-Meisterschaftstitel holen konnte – eine Klasse, in der nur minimal auf Motor-Tuning gesetzt wird

Unglaublich – Ein Pkw von KTM

Nach einer dynamischen Entwicklung folgte ein weiteres Highlight: Die Einführung des KTM X-BOW steht ganz im Zeichen der KTM-Philosophie – und setzte die zentralen Werte der Marke auf vier Rädern um. Dieser einzigartige Supersportwagen stellte unmittelbar seinen READY TO RACE-Ansatz sowie einen beeindruckenden Lernprozess in allen Entwicklungsstufen unter Beweis.

2011 Weniger Hubraum, mehr Möglichkeiten

Seit 2007 arbeitet KTM mit dem indischen Konzern Bajaj an der gemeinsamen Entwicklung von Straßenmotorrad- Einsteigermodellen von 125 bis 390 ccm. Diese Motorräder werden in Indien hergestellt und unter dem Markennamen KTM durch beide Unternehmen vertrieben. Das erste Modell, das die beiden Unternehmen 2011 gemeinsam einführten, war die KTM 125 Duke, die sich europaweit rasch zum meistverkauften Motorrad seiner Klasse entwickelte. 2012 folgte die KTM 200 Duke. Damit fasste KTM auf dem indischen Markt Fuß. Sie ist das erste KTM-Modell, das weltweit zum Verkauf angeboten wurde. Anschließend wurde die KTM 390 Duke eingeführt und ab 2014 wurden die Supersport-Motorräder KTM RC 125, KTM RC 200 und KTM RC 390 hergestellt.

2013 Neue Sicherheitsstandards

In Zusammenarbeit mit Bosch entwickelte KTM die Motorrad-Stabilitätskontrolle (MSC) und ist damit die weltweit erste Marke mit einem ABS, das selbst in extremen Schräglagen funktioniert. Die MSC mit ihrem C-ABS (Combined-ABS) und der schräglagenabhängigen Motorrad-Traktionskontrolle (MTC) unterstützt den Fahrer auf verschiedene Art und Weise – innerhalb der Grenzen der Physik. Diese Systeme wurden zunächst in die KTM 1190 Adventure und später in die KTM 1290 Super Adventure eingebaut. Nun sind diese Motorräder nicht nur die vielseitigsten Modelle des Reiseenduro-Segments, sondern auch die sichersten weltweit.

2014 Das grosse Ganze – Der Neubeginn von Husqvarna

Nach der Übernahme von Husqvarna Motorcycles Anfang 2013 und der anschließenden Eingliederung der Marke Husaberg in die neu gegründete Gesellschaft Husqvarna Motorcycles GmbH war 2014 das erste vollständige Geschäftsjahr für das „neue“ Unternehmen Husqvarna Motorcycles.

Mit einer vollständigen Baureihe von Motocross- und Enduro- Modellen sowie einem fortwährend starken Engagement im Bereich der Offroad-Wettbewerbe erzielte Husqvarna sofort ein Rekordjahr mit 16.377 verkauften Motorrädern und einem Umsatz von über 100 Millionen Euro. Dies waren die besten Ergebnisse überhaupt in der 114-jährigen Geschichte von Husqvarna Motorcycles.

Mit der Enthüllung der Konzeptbikes Vitpilen 401 und Svartpilen 401 auf der internationalen Motorradmesse EICMA Ende 2014 bekräftigte Husqvarna seine Entscheidung, auf den Markt der Straßenmotorräder zurückzukehren, und gab einen Ausblick auf die Zukunft der legendären schwedischen Marke.

2016 Der 15. RallyeDakar-Sieg in Folge

Titel in Supercross, Motocross und Moto3 rundeten ein weiteres erfolgreiches Motorsportjahr ab. Der erste Auftritt der MotoGP-Maschine von KTM auf dem Red Bull Ring bot einen Vorgeschmack dessen, was 2017 zu erwarten ist. Mit einer erweiterten Adventure-Familie und einer über arbeiteten Duke-Reihe stärkt KTM seine Position auf dem Asphalt. Nur zwei Jahre nach der Präsentation der Konzeptbikes Vitpilen 401 und Svartpilen 401 auf der EICMA präsentierte Husqvarna 2016 an gleicher Stelle bereits die Serienmodelle, die einen kühnen Schritt in eine aufregende Richtung für Husqvarna Motorcycles darstellen.

Nur zwei Jahre nach der Präsentation der Konzeptbikes Vitpilen 401 und Svartpilen 401 auf der EICMA präsentierte Husqvarna 2016 an gleicher Stelle bereits die Serienmodelle, die einen kühnen Schritt in eine aufregende Richtung für Husqvarna Motorcycles darstellen.

2017 Anhaltendes Wachstum und neue Herausforderungen

Die KTM AG verzeichnet erneut ein Rekordergebnis bei Absatz- und Umsatzzahlen. Neben der Stärkung bestehender Partnerschaften eröffnen sich dem Unternehmen durch die Integration von WP neue Perspektiven.

Neben dem Elektrobike KTM Freeride E-XC sind es vor allem die revolutionären 2-Takt-Enduros mit Kraftstoffeinspritzung sowie die Ankündigung der Serienversion der KTM 790 Duke, die bei KTM für Aufsehen sorgen. Zudem wagt die Marke mit dem Prototypen der KTM 790 Adventure R einen Ausblick in die Zukunft.

Im Jahr 2017 ist Husqvarna Motorcycles der Erfüllung ihrer Vision von progressivem Street-Motorcycling voller Stolz und mit großen Schritten näher gekommen. Als Teil der neuen, innovativen Straßenmodellpalette ebnen die Vitpilen 401, Vitpilen 701 und die Svartpilen 401 den Weg für eine höchst erfolgreiche Zukunft der Marke in diesem Sektor. Die Markteinführung dieser Modelle ist für 2018 geplant.

Durch akribische und unermüdliche Arbeit an einer dynamischen Rückkehr in das Street-Segment konnte das Svarpilen 701 Konzeptbike entwickelt, und der Öffentlichkeit präsentiert werden – ein progressives, ikonisches Beispiel der zeitlosen Motorradkultur mit Kultcharakter.

Neben zahlreichen Siegen, Fahrer- und Herstellertiteln in den verschiedensten Motorsportdisziplinen, ist es 2017 vor allem der Einstieg in die MotoGP, der international für Aufsehen und Interesse sorgt.

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