Fine – Spare niemals an Deiner Schutzausrüstung

SHE is a RIDER Fine Lederkombi
Das ist Fines neuer Lederkombi. Denn Fine weiß aus eigener Erfahrung, wie wichtig gute Schutzausrüstung ist. Immer!

Hallo, wie heißt Du bitte? Josefine, Spitzname Fine
Und wie alt bist du? In diesem Jahr vollende ich ein viertel Jahrhundert.
Was ist dein Job? Ich studiere derzeit dual im öffentlichen Dienst (Bachelor of Laws).
Seit wann fährst du Motorrad? Seit meinem 16. Lebensjahr, also 2011.

Wie und warum bist du zum Motorradfahren gekommen?

Den A1-Führerschein habe ich damals gemacht, weil meine Mama bereits den Motorradführerschein besaß und ich diesen dann natürlich auch wollte. Meine Eltern konnten ja dann auch nichts dagegen einwenden. Am Anfang ging es mir nur darum, flexibel von einem Ort zum nächsten zu kommen. Die tiefe Leidenschaft zum Motorradfahren hat sich allerdings erst zwei Jahre später entwickelt, als ich das erste Mal als Sozia auf einer Yamaha R1 mitfahren durfte. Ich hatte zu diesem Zeitpunkt außerdem viele männliche Freunde, die sportlich Motorrad gefahren sind. Damals wollte ich das dann unbedingt genauso können, also machte ich dann auch die beiden fortführenden Führerscheine und kaufte mir ein sportlicheres Motorrad.

SHE is a RIDER FIne auf MV Agusta F3
Fine mit ihrer MV Agusta F3.

Welches Motorrad fährst du?
Warum hast du diese Maschine gewählt?

Ich fuhr eine MV Agusta F3 675. An einem schönen Tag im Oktober 2016 sah ich sie bei einem Ducati Händler um die Ecke stehen. Es war Liebe auf den ersten Blick. Diese grazile italienische Schönheit musste ich einfach haben. Nach der ersten Probefahrt habe ich die Gunst der Stunde genutzt und sofort zugeschlagen. Schnell, agil, schön und auch noch selten auf der Straße anzutreffen – genau DAS war das Besondere was ich haben möchte.

Auch heute noch bin ich sehr fasziniert von dieser Motorrad-Marke und werde mir bestimmt auch noch einmal eine MV Agusta zulegen.
In letzter Zeit hatte ich immer mal wieder die Gelegenheit im Winter auf unterschiedlichen Kartbahnen mit dem Pitbike zu fahren und so nicht ganz fahrtechnisch einzurosten und ab und zu dem Winterblues zu entfliehen.

Was bedeutet dir Motorradfahren heute?

Es bedeutet für mich das Ausleben der puren Lebensfreude. Wenn die Sonne zwischen den Bäumen glitzert oder du eine einsame gewundene Straße für dich allein hast, dann spürst du etwas in dir drin. Dieses Gefühl da tief in mir drin, diese Freiheit und Unabhängigkeit brauche ich für mich. Ich würde sogar behaupten, dass ich süchtig danach bin. Persönlich bin ich auch jemand, der immer und zu jeder Tageszeit ein gewisses Fernweh verspürt und dieses Gefühl vergeht nur dann, wenn ich mich auf ein Motorrad setze und drauflosfahre.

Agusta SHE is a RIDER Fine
Das ist Fines Lieblingsbild. Sie, Ihr Motorrad und das Gefühl von Freiheit und Unabhängigkeit.

Was bewunderst du an anderen Motorradfahrern/Fahrerinnen?

Das Verständnis für die ganzen technischen Dinge wie zum Beispiel das Einstellen vom Fahrwerk. Ich würde das auch gern verstehen, aber ich habe dafür irgendwie keinen Nerv und vermutlich keine Geduld. Außerdem bewundere ich die Frauen, die an Ihrem Motorrad selber schrauben und auf niemanden angewiesen sind.
Dann sind da noch die, die nach einem Unfall wieder aufsteigen und immer noch den Mut haben unsere Leidenschaft weiter zu leben und sich nicht von Ängsten unterkriegen lassen.

Was war deine größte Herausforderung bisher?

Die größte Herausforderung war es für mich das Motorradfahren weiterhin als meine Leidenschaft zu betrachten, nachdem mir dieses schöne Hobby 2016 meinen besten Freund Daniel genommen hatte. Ich war damals stark am Zweifeln, ob es wirklich noch das richtige für mich war, ob ich ganz aufhören oder einfach nur die Art des Motorrades wechseln sollte. Nach ein paar wenigen Wochen spürte ich aber in mir, dass er das nie gewollt hätte. Seitdem weiß ich, und ja ich merke es auch oft, dass er mich als meinen Schutzengel bei jeder Tour begleitet.

Fine mit Ihrer MV Agusta am Kyffhäuser.
Da kommt Fine.

Gab es schon Mal eine brenzlige Situation?
Was war es und wie hast du reagiert?

Oh je, ich habe mich bereits ein mehrmals mit meinen verschiedenen Motorrädern hingelegt.

Im Mai 2019 hatte ich allerdings einen schweren Unfall, bei welchem ich aufgrund der schweren Verletzungen mit dem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus gebracht werden musste. Ja und meine wunderschöne F3 wurde dabei leider völlig zerstört. Ich weiß von dem Sturz selbst gar nichts mehr, auch wenn ich wohl vor Ort noch ansprechbar war. Viele würden sich vielleicht dann denken, dass sie mit dem Motorrad fahren endlich aufhören sollten. Nachdem, was schon so alles passiert ist und erstrecht nach meinem letzten schweren Unfall. Ich habe allerdings von der ersten Minute des Aufwachens an gewusst, dass ich wieder aufs Motorrad steigen werde. Vielleicht liegt es an dem Grund für den Unfall, weil weder das Motorrad, noch ich etwas für diesen Sturz konnten, sondern das wir einfach Pech hatten. Dir Ursache damals lag in Form von Split in der Kurve, genaues weiß ich leider nicht, aber in Folge dessen sind wir wohl weggerutscht und in einem Baum eingeschlagen und anschließend auf die andere Straßenseite geschleudert.

Lederkombi Schutzausrüstung
Nach so einem Erlebnis macht man sich Gedanken. Auch Fine hat gegrübelt …

Schon 14 Wochen nach diesem Unfall saß ich wieder auf einem Motorrad, um für mich herauszufinden, ob es wirklich so einfach mit den Gedanken im Kopf geht, wie ich es mir vorgestellt habe. Ich kann nur sagen: JA! Nach den ersten Metern aus der Stadt raus hatte ich sogar Tränen der Freude in den Augen, weil ich erst da gemerkt habe, was mir die letzten Wochen so sehr gefehlt hat.

Der Unfall hat mir aber auch anderweitig die Augen und vielleicht sogar das Herz geöffnet, denn heute weiß ich, dass es umso wichtiger ist, immer positiv durchs Leben zu gehen. Mit Offenheit und Freude geht alles so viel einfacher. Natürlich hat man auch immer noch mal einen schlechten Tag, aber es gibt jetzt nicht mehr oft diesen grauen Schleier über den Dingen. Ich freue mich viel mehr über alles und ich schätze die Dinge die ich habe ganz anders. Vor allem aber weiß ich, wer hinter mir steht und das meine Familie mich immer unterstützt, auch bei meinem Hobby nach meinem Unfall.

Motorradurlaub Sarbinien
Einer der Schönsten Momente in Fines Biker-Laufbahn. Motorradurlaub auf Sardinien.

Was war dein schönstes Erlebnis?

Es gibt eigentlich zu viele schöne Momente mit dem Motorrad und auch was das Ganze drumherum mit dem Thema zu tun hat. Egal ob das Menschen betrifft oder Orte oder Veranstaltungen. Die Gemeinschaft der Motorradfahrer ist einfach unglaublich!

Mein schönstes Erlebnis aber war mein 19tägiger Motorradurlaub auf Sardinien. Meer, Berge und geiler Asphalt! Dazu noch die richtigen Reisebegleiter. Die grenzenlose Freiheit habe ich bis jetzt nur dort erlebt. Das war endlich mal ein richtiger Urlaub, weil ich danach wirklich nichts mehr im Kopf hatte, was mich belastet hat. Ich kann es kaum erwarten nach dem Studium endlich wieder dorthin zu reisen.

SHE is a RIDER Pitbike
Winterpause ist Pitbike Hochsaison. Auch für Fine eine gute Alternative zum Winterblues.

Wo oder welche Strecke würdest du gern einmal fahren?
Warum reizt dich das?

Es gibt noch so vieles, was ich erleben möchte. Mich reizen derzeit zum Beispiel Rennstrecken. Ich habe im Winter ein paar Stunden auf dem Pitbike in verschiedenen Karthallen verbracht und gefühlt, dass es schon dort eine eigene kleine Welt für sich gibt. Die Vorstellung, so etwas auch auf den großen Rennstrecken der Welt kennen zu lernen und ein kleiner Teil dieser Welt zu sein, fasziniert mich. Normalerweise bin ich niemand, der den ganzen Tag ein und dieselbe Strecke immer wieder fährt. Aber wenn du ein und die selber Strecke so oft unter voller Belastung fahren kannst, dass du irgendwann dein eigenes Limit erreichst, dann ist das etwas völlig anderes. Es gibt mir unglaublich viel Selbstvertrauen in mein fahrerisches Können.

Dann wäre da noch ein Wunsch einmal ein Off-Road Training in einem Enduro-Park durchzuführen. Nachdem ich jetzt schlechte Erfahrungen mit Kies gemacht habe, muss nun unbedingt eine positive her. Außerdem kann man dabei so viel für sich selbst und über das Motorradfahren lernen, was einem auf der Straße nicht begegnen könnte.
Außerdem gibt es noch so viele Orte in den Alpen die ich auch sehr gern sehen möchte. Die „Route des Grandes Alpes“ steht deshalb auf meiner Bucket-List auch ganz weit oben.

SHE is a RIDER Yamaha Schweiz
Fine zu Besuch in der Schweiz. Bikerlike auf dem Motorrad.

Drei Tipps aus deiner persönlichen Erfahrung?

  • Fahre niemals schneller, als du dir selber zutraust. Lass die überholen, die schneller fahren wollen und sei nicht frustriert darüber!
  • Genieße die Zeit! Schalt den Kopf in den Fahrmodus und alles andere aus!
  • Spare niemals beim Kauf deiner Schutzkleidung und achte immer auf die richtige Passform!

Warum sollte Frau Motorradfahren?

Weil Motorradfahrer prinzipiell schonmal geiler sind als die anderen und die motorradfahrenden Frauen, wie wir, Wallküren sind. Dieses wunderschöne Hobby sollte man einfach nicht nur den Männern überlassen.

MV Agusta SHE is a RIDER
Fines neues Motorrad. Ja, wieder eine MV Agusta.

Ist da noch etwas, was du unseren Leserinnen gern mitteilen möchtest?

Solltet ihr einmal den Spaß am Motorrad fahren verlieren, lest Seiten wie diese. Hier bringen viele Motorradfahrer ihre Leidenschaft zum Ausdruck. Versucht das Feuer wieder zu entfachen. Geht das Hobby mit einem neuen Blickwinkel an. Macht eine Pause, gewinnt Abstand und verliebt euch neu! Wenn ihr keine Angst habt, dann geht auf die Reise mit eurem Motorrad und spürt andere Länder und deren Straßen. Gebt dieses wunderschöne Hobby nicht auf!

Begleite Fine auf ihren Motorradtouren hier.

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