Maike – Ich kann komplett abschalten und den Alltag vergessen

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Maike ist Kawaski-Fan. Sie hat gleich zwei grüne Motorräder. Eins für die Straße, eins für die Rennstrecke.

Hallo, wie heißt Du bitte? Maike
Und wie alt bist Du? 31
Was ist Dein Job? Ich arbeite im Bereich internationale Logistik
Seit wann fährst Du Motorrad? Seit April 2016

Wie und warum bist Du zum Motorradfahren gekommen?

Mich hat das Motorradfahren schon immer fasziniert. Als Jugendliche hat das Geld nur leider nicht gereicht. Meinen ersten Versuch den Führerschein zu machen, war dann während meines Studiums im Auslandssemester. Das Auslandssemester habe ich in Bulgarien gemacht und dort kostete der Motorrad-Führerschein nur ca. 150 Euro. Da die Behörden aber relativ kurzfristig noch übersetzte und beglaubigte Unterlagen anforderten, war es mir aus zeitlichen Gründen nicht mehr möglich, den Führerschein in Bulgarien zu beenden. Trotzdem hatte sich dieses erste Motorrad-Abenteuer gelohnt; die ersten Motorrad- „Gehversuche“, der erste kleinere Sturz und die Erfahrungen waren lehrreich. Nach dem Studium habe ich dann 2016 meinen Führerschein in Deutschland gemacht.

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Maike fährt mit Ihrer Kawasaki ZX6R-Ninja auf der Rennstrecke. Schnell, mit Schräglage und mit viel Spaß. Bild: Valentinos Motorsports AG

Welches Motorrad fährst Du? Warum hast Du diese Maschine gewählt?

Ich bin Kawasaki-Fan. Momentan habe ich eine Z900 (Bj. 2017) und eine ZX6R (Bj. 2011).
Die Z900 habe ich seit 1,5 Jahren und ich bin komplett begeistert. Das Naked Bike ist ein ganz tolles Motorrad für die Straße. Da man nicht so hoch sitzt (Schwerpunkt liegt weiter unten), ist die Z900 gut handelbar und für Frauen und kleinere Menschen gut geeignet.

Die ZX6R hat keine Straßenzulassung. Sie ist mein Rennstreckenbike.
Die Maschine habe ich durch einen glücklichen Zufall im Frühjahr 2018 gefunden und direkt gekauft. Die 600er ist für mich Rennstrecken-Neuling einfach perfekt.

Was bedeutet Dir Motorradfahren heute?

Egal, ob ich auf der Straße oder auf der Strecke unterwegs bin, ich kann komplett abschalten und den Alltag vergessen.

Was bewunderst Du an anderen?

Ich finde es faszinierend wie Fahrer ihre Maschine im Griff haben können. Zum Beispiel Wheelies, Donuts oder die Schnelligkeit, die ich auf der Rennstecke immer miterlebe. Das sieht oft so easy aus, ist es aber definitiv nicht.

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Mit der Kawasaki Z900 in Schräglage durch die Kurve gleiten. Das übt. Bild: RACEPIXX.DE

Was war Deine größte Herausforderung bisher?
Wie hast Du Sie gemeistert und wie hat das Dein weiteres (Biker)Leben beeinflusst?

Anfangs auf der Straße und auch auf der Rennstrecke wollte ich bei den erfahrenen Fahrern mitfahren können. Aber ich bin einfach nicht hinterhergekommen. Ich musste einsehen, dass mir die Erfahrung und auch teilweise der Mut fehlte. Durch meine Motorradgruppe und meinen Freund habe ich aber viel lernen dürfen und das Fahren geht schon besser.
Über die ersten Leute, die ich dann auf der Rennstrecke überholt habe, habe ich mich riesig gefreut. Trotzdem ist es jedes Mal eine neue Herausforderung auf die Rennstrecke zu fahren. Vorher ist die Aufregung immer noch groß.

Gab es schon Mal eine brenzlige Situation? Was war es und wie hast Du reagiert?

Als ich gerade frisch mit der Rennstrecke angefangen hatte, waren wir einen Tag auf dem Hockenheimring. An dem Tag hatte es morgens geregnet und die Strecke war nass. Ich war aber so motiviert und wollte unbedingt rausfahren.
Für die regnerischen Verhältnisse hatte ich dann aber leider zu viel Gas im Kurvenausgang gegeben und das Hinterrad ist mir weggerutscht. Ich konnte das Motorrad nicht mehr fangen und landete zusammen mit dem Motorrad auf dem Boden. Ich war so traurig, dass mich sogar der Streckenposten aus Mitleid erstmal in Arm genommen hat. Zum Glück konnten wir alles reparieren und ich konnte sogar noch am selben Tag weiterfahren.

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Mit der Kawasaki Ninja auf der Rennstrecke. Viel Training bringt viel Sicherheit. Bild: trackriders.eu

Was war Dein schönstes Erlebnis?

Da gibt es kein bestimmtes Ereignis. Das sind viele Tage und Erlebnisse: Hierzu gehört beispielsweise einfach mit Freunden bei und nach einer Tour zusammen zu sitzen oder abends am Rennstreckentag mit den Freunden neben den Maschinen grillen. Sogar meine Eltern, obwohl die beiden am Motorradfahren wenig Interesse haben, sind diese Jahr auf der Rennstrecke zum zuschauen vorbeigekommen.

Wo oder welche Strecke würdest Du gern einmal fahren? Warum reizt Dich das?

Mein Ziel für die nächsten Jahre ist, auf vielen weiteren Rennstrecken zu fahren. Eine Bestimmte gibt es da nicht. Gerne möchte ich auch mal die spanischen Rennstrecken im Winter fahren.

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Maike auf Ihrer Kawasaki Z900 in Schräglage durch die Kurve. Mit Sicherheit auf der Rennstrecke. Bild: RACEPIXX.DE

Was würdest Du Dir selbst raten, wenn Du heute mit dem Motorradfahren beginnen würdest?
Drei Tipps aus Deiner persönlichen Erfahrung?

  • Leichte Maschine: Das hat mir viel Stress genommen, insbesondere beim Handling.
  • Viel Fahren: Nur wer viel Fährt lernt schnell dazu.
  • Immer entspannt sein: Auch, wenn es mal brenzlig wird, immer locker bleiben.

Warum sollte Frau Motorradfahren?

Weil es ein ganz schönes Hobby ist, um mit Freunden Spaß zu haben oder auch um alleine mal den Kopf frei zu bekommen.

Maike veröffentlicht Ihre Bike-Bilder auf Ihrer Instagram Seite.

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