Sophie – Motorradfahren hat mein Leben umgekrempelt

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Das ist Sophie. Sie ist Erfinderin, mag Rennstrecke fahren und Motorrad-Stunts.

Hallo, wie heißt Du bitte? Sophie.
Und was ist Dein Beruf? Erfinderin

Wie und warum bist Du zum Motorradfahren gekommen?

So richtig geplant war das alles nicht. Ich hatte mir während meines Studiums einfach immer mal wieder eine Fahrstunde geleistet, bis ich endlich den Führerschein zusammen hatte. Das Spannende daran war allerdings, dass mich die gängigen Fahrschul-Head-Sets so geärgert haben, dass ich – angetrieben von meinem Maschinenbau-Studium – ein Gerät erfunden habe, das dieses Problem löst. Und schon war das Hobby mein Beruf und ich bereue es in keinster Weise.

Welches Motorrad fährst Du? Warum hast Du diese Maschine gewählt?

Ich fahre derzeit die Honda CBR 1000rr SC59 Fireblade. Sie sieht einfach mega aus und hat echt gut Power. Solange eine Maschine ausreichend PS hat, bin ich bei der Marke aber nicht festgelegt. Die Original-Lackierung geht natürlich gar nicht, ein bisschen was muss man sich schon einfallen lassen! Meine Kleine ist derzeit Neongelb mit frechen Aufklebern.

Was bedeutet Dir Motorradfahren heute?

Motorradfahren hat tatsächlich mein ganzes Leben umgekrempelt. Ich kann sein wann und wo ich will,so schnell wie ich will und das auch noch mit mega viel Spaß dabei …und ohne, dass ich mich an irgendwelche Regeln halten muss. Ich fahre echt überall mit meiner Blade hin, sie ist immer dabei. Motorradfahren macht mich einfach glücklich. Ich mag die Power, das Adrenalin und das Freiheitsgefühl. Wenn ich am Gas ziehe, fühle ich mich wie „Hicks“ auf „OhneZahn“ einfach gemeinsam raus und spielen gehen.

Was bewunderst Du an anderen?

Ich würde gerne richtige Stunts-Fahren können. Wheelie, Stoppie, Slides usw. das Motorrad einfach völlig im Griff haben … ich übe noch.
Generell mag ich Menschen, die das Leben nicht zu ernst nehmen. Menschen, die das Leben einfach so genießen, wie es ist.

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Sophie auf der Bühne. Headwave ist ihre Erfindung und ihre größte Herausforderung.

Was war Deine größte Herausforderung bisher?

In meiner größten Herausforderung stecke ich gerade mitten drin. So viele Motorradfahrer wie möglich mit meiner Erfindung „Headwave” glücklich zu machen! Durch Headwave kann man Musik und Navigations-Ansagen im Helm hören, ohne sich verkabeln zu müssen. Es ist derzeit schon bei Held, Polo und Louis erhältlich und natürlich direkt bei uns.

Gab es schon mal eine brenzlige Situation? Was war es und wie hast Du reagiert?

Wirklich brenzlige Situationen gibt es bei mir eigentlich noch nicht. Ich fahre Motorrad einfach immer so, als ob mich keiner sehen kann. Empfehlen kann ich sehr, mit Fernlicht zu fahren. Man wird dann einfach besser gesehen. Natürlich sollte man das Fernlicht so weit runterstellen, bis einen nur noch die Leute zuwinken, die man tatsächlich kennt.

Was war Dein schönstes Erlebnis?

Als ich letztes Jahr das erste Mal ein Rennen mitgefahren bin … und sich plötzlich eine enorme innere Ruhe eingestellt hat. Meine Blade und ich wurden völlig eins. Ich hatte das Gefühl, dass ich sie komplett beherrsche – es war wie im Flow. OK … ab und zu setzte noch die Fußraste auf, weil das mit dem Hanging Off damals noch nicht so gut klappte. Aber es reichte für den 1. Platz!

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Die Rennstrecke. Das ist genau das, was Spophie begeistert.

Wo oder welche Strecke würdest Du gern einmal fahren? Warum reizt Dich das?

Ich würde gerne einmal eine größere Tour am Mittelmeer entlang machen. Ich hatte letztes Jahr einen kleinen Vorgeschmack darauf, als ich nach der EICMA in Mailand noch zum Meer runter bin und dann von Genua immer entlang an der Küste bis nach Nizza. Hammer Straßen direkt am Wasser, was braucht man mehr! Das würde ich gerne mal über mehrere Wochen machen. Einfach Fahren, so lange wie ich Lust habe, irgendwo schlafen, im Meer baden gehen und dann weiterfahren. Ansonsten kommt die Rennstrecke in Brno für 2019 ganz oben auf die Liste. Die Strecke soll mega sein!

Was würdest Du Dir selbst raten, wenn Du jetzt mit dem Motorradfahren beginnen würdest? Drei Tipps aus Deiner persönlichen Erfahrung?

  • Tatsächlich einfach erstmal fahren lernen. Ich habe das Gefühl, dass die meisten gar nicht mit ihrer Maschine umgehen können und eher Angst vor ihr haben, als einfach Spaß zu haben. Man sollte keine Hemmungen haben Grenzen auszutesten. Man lernt am besten, wenn man weiß wo genau die Grenzen sind. Sich mal zu crashen gehört beim Motorradfahren einfach dazu.
  • Ich kann nur empfehlen sich gleich eine 1000er zu holen. Danke an alle, die mir dazu geraten haben!
  • Gleich von Anfang an mit Rennstrecke beginnen. Man möchte einfach gerne zu den Verrückten gehören, die im Kreis fahren und doof grinsen. MotoMonster kann ich besonders für Einsteiger sehr empfehlen. Die sind entspannt und haben Spaß bei der Sache.

Warum sollte Frau Motorradfahren?

Motorradfahren ist einfach Freiheit. Und für jeden, dem Freiheit wichtig ist, ein Muss. Egal ob Mann oder Frau.
Die Kombination aus Können und Adrenalin gibt einem ein ganz anderes Lebensgefühl. Dazu kommt noch, dass jeder, der schon einmal Motorrad gefahren ist, anders übers Leben an sich denkt. Man ist sich einfach viel mehr bewusst, wie endlich es ist.
Durch dieses Bewusstsein, lebt man viel intensiver, aber auch gelassener und mit einem Lächeln im Gesicht.

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1 Kommentar

  1. Ich kann nur empfehlen sich gleich eine 1000er zu holen. hahahahaha! Sonst geht es euch evtl. wie mir. Ich bin seit 35 jahren mit meiner ersten Liebe zusammen.
    35 Ponys sind sehr leicht zu händeln und es macht irre Spasz damit tausender zu jagen. o.k. nicht aufm Ring, auf kleinen Landstrassen.
    Sophie, ein toller Beitrag du sprichst mir aus der Seele und das alles ohne Frau/Mann Gedöns, herrrrlich.
    LIEBEn Gruß
    rudi rüpel

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