Honda

Honda Motorrad – Die Anfänge

Sein ganzes Leben lang hatte Hondas Gründer, Soichiro Honda, ein Interesse an Automobilen. Er arbeitete als Mechaniker in der Werkstatt von Art Shokai, wo er Fahrzeuge getunt und in Autorennen geschickt hat. 1937 gründete Honda mit der Finanzierung seines Bekannten Kato Shichir? die Firma T?kai Seiki (Eastern Sea Precision Machine Company), um aus der Art Shokai Garage heraus Kolbenringe herzustellen. Nach einigen Anfangsschwierigkeiten erhielt T?kai Seiki einen Auftrag zur Lieferung von Kolbenringen für Toyota. Leider verlor die Company aber den Auftrag wieder, da die Produktqualität nicht ausreichend war.

Nach dem Besuch der Ingenieurschule, die Soichiro Honda ohne Abschluss verließ, und dem Besuch von verschiedenen Fabriken in ganz Japan kam der Durchbruch. Er verstand nun die Qualitätskontrollprozesse von Toyota besser und war 1941 in der Lage, für Toyota akzeptable Kolbenringe in Serie herzustellen. Honda verwendete einen weitgehend automatisierten Herstellungsprozess und so konnten auch ungelernte Hilfsarbeiter in der Produktion eingesetzt werden.

T?kai Seiki wurde zu Beginn des Zweiten Weltkriegs unter die Kontrolle des Ministeriums für Handel und Industrie (nach 1943 Munitionsministerium) gestellt. Soichiro Honda wurde vom Präsidenten zum Senior Managing Director degradiert, nachdem Toyota eine 40%ige Beteiligung an dem Unternehmen übernommen hatte.

Honda unterstützte auch die Kriegsanstrengungen, indem es andere Unternehmen bei der Automatisierung der Produktion von Militärflugzeugpropellern half. Die Beziehungen, die Honda mit dem Personal von Toyota, Nakajima Aircraft Company und der kaiserlichen japanischen Marine pflegte, waren in der Nachkriegszeit entscheidend. Ein US-Bomberangriff vernichtete 1944 das Werk von Seiki in Yamashita. Das Werk in Itawa wurde beim Erdbeben in Mikawa am 13. Januar 1945 zerstört.

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Honda – Nach dem 2. Weltkrieg

Soichiro Honda verkaufte die Überreste des Unternehmens nach dem 2. Weltkrieg an Toyota. Mit dem Erlös von ¥450.000 gründete er im Oktober 1946 das Honda Technical Research Institute.

Mit 12 Mitarbeitern, die in einer 16 m² großen Hütte arbeiteten, bauten und verkauften sie improvisierte Motorräder. Als Antrieb verwendete das Team 500 Zweitakt-50ccm-Tohatsu-Triebwerke aus Militärbeständen. Als die Motoren-Vorräte zu Ende gingen, begann Honda, eine eigene Version des Tohatsu-Motors zu bauen. Dies war die Geburtsstunde der Honda A-Type, genannt Bata Bata. Das war der typische Sound des Motors.

1949 wurde das Honda Technical Research Institute für ¥1,000,000 (heute etwa US$5,000) liquidiert; diese Mittel wurden für die Gründung der Honda Motor Co. Eingesetzt. Etwa zur gleichen Zeit stellte Honda den Ingenieur Kihachiro Kawashima und Takeo Fujisawa ein. Die beiden Männer brachten dringend benötigtes Geschäfts- und Marketing-Know-how in die Firma und ergänzten die technische Ausrichtung von Soichiro Honda perfekt. Die enge Partnerschaft zwischen Soichiro Honda und Fujisawa dauerte bis zu ihrem Rücktritt im Oktober 1973.

Das erste komplette Motorrad, das samt Rahmen und Motor von Honda produziert wurde, war die 1949 D-Type. Das erste Honda Motorrad erhielt den Namen „Traum“. Die Honda Motor Company wuchs in weniger als 20 Jahren zum weltweit größten Hersteller von Motorrädern. Diesen Status erreichte Honda 1964.

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Expansion Weltweit

In den 1960er Jahren, brach Honda aus dem japanischen Motorradmarkt aus und begann mit dem Export in die USA.

In Zusammenarbeit mit der Werbeagentur Grey Advertising entwickelte Honda eine innovative Marketingkampagne mit dem Slogan “You meet the nicest people on a Honda”. Dieser bewusst gewählte Kontrast zum damaligen Bild des Motorradfahrers in den USA brachte den Durchbruch. Der amerikanische Stereotyp des Motorradfahrers war der harte Rebell, Gangster oder Motorrad-Cop.  Die Zielgruppe von Honda war das genaue Gegenteil. Der nette Bursche von Nebenan. Die Kampagne war so erfolgreich, dass die Anzeigen drei Jahre lang liefen . Allein bis Ende 1963 verkaufte Honda 90.000 Motorräder in den USA.

Auf dem Höhepunkt im Jahr 1982 stellte Honda jährlich fast drei Millionen Motorräder her. Bis 2006 sank diese Zahl auf rund 550.000, lag aber immer noch über den drei inländischen Konkurrenten (Yamaha, Suzuki und Kawasaki).

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