Ducachica – Habt keine Angst umzufallen. Es wird passieren!

Ducachica - SHE is a RIDER
Unser RIDER of the WEEK ist Ducachica, Motorradjournalist aus Kanada.

Hallo, wie heißt Du bitte? Ducachica
Und wie alt bis Du? In meinen Dreißigern
Was ist Dein Job? Motoradjournalist und Influencer
Seit wann fährst Du Motorrad? Ich arbeite zwar schon einige Jahre in der Motorrad-Szene aber mein erstes Motorrad habe ich mir erst vor 5 Jahren, 2017, gekauft. Davor habe ich mir immer ein Motorrad von meinen Freunden geliehen.

Wie und warum bist du zum Motorradfahren gekommen?

Mein Mann fährt seit fast 14 Jahren Motorrad und es machte mich immer unheimlich neidisch, sein Grinsen im Gesicht zu sehen, wenn er aufs Motorrad stieg um eine Runde zu drehen. Natürlich bin ich oft mit ihm zusammen gefahren, als Sozia hinten drauf – Aber irgendwann war es einfach Zeit, selbst Motorrad zu fahren.

Welches Motorrad fährst du?

Ducati Scrambler 803cc

Ducati Scrambler Icon Yellow 803cc
Da musst Ducachica erst über 2.300 km weit fliegen um „Sie“ zu entdecken.

Warum hast du diese Maschine gewählt?

Es war Liebe auf den ersten Blick. Nach Monaten geprägt von Online-Recherche und YouTube-Videos habe ich beschlossen, nach Vancouver, British Columbia in Kanada zu fliegen. Das war damals der nächste Motorradhändler und knapp 2.356 km von meinem Zuhause entfernt: Ich lebe im Yukon!
Also gelandet, hin zum Motorradhändler, durch den Laden gestreunt und da stand Sie plötzlich vor mir. Die Maschine, die dann mein allerstes eigenes Motorrad wurde!

Was bedeutet dir Motorradfahren heute?

Freiheit! Ehrlich. Eins meiner Lieblings-Zitate lautet: “A motorcycle is like an exquisite cocktail made of freedom, pure joy, and self-empowerment. Try it once and you’ll want to conquer the world”. Motorradfahren macht mich einfach glücklich. Übers Motorradfahren zu sprechen macht mich einfach glücklich. Dieses Gefühl für jemanden zu beschreiben, der nicht selber fährt, ist etwas schwierig. Aber ich bin mir sicher, jede von euch, die selber Motorrad fährt, weiß ganz genau wovon ich gerade spreche.

Was bewunderst du an anderen Motorradfahrern?

Manche Motorradfahrerinnen scheinen keine Angst zu kennen. Ich bewundere ihren Wagemut und ihre Kühnheit. Ich stelle mich auch gerne Herausforderungen, aber ich erschrecke mich manchmal vor mir selbst!
Das nächste große Ding für mich wird die Rennstrecke sein. Auf der einen Seite gruselt mich der Gedanke und auf der anderen Seite kann ich es kaum erwarten. Ich glaube, genau so muss es sich anfühlen.

Jedes Abenteuer beginnt mit dem ersten Schritt - Oder bei Ducachica vor der Garage im Yukon.
Jedes Abenteuer beginnt mit dem ersten Schritt – Oder bei Ducachica vor der Garage im Yukon.

Was war deine größte Herausforderung bisher?

Meine größte Herausforderung war es, auf meinen Mann zu hören, als er mir Tipps und Ratschläge beim Motorradfahren gab. Er ist ein toller Motorradfahrer, sehr geschickt und mit viel Erfahrung … aber ich bin ein sehr stolzes Mädchen! Außerdem habe ich gerne die Kontrolle über das, was ich tue, und wenn ich scheitern muss, um etwas zu lernen … ist manchmal ziemlich hart für mich.

Aber mein Mann hat es geschafft, mir das Motorradfahren beizubringen und gleichzeitig mit meiner sturen Seite fertig zu werden. Es ist auch immer noch schwer für mich selbst, mit meiner Sturheit umzugehen. Je älter ich werde, desto besser gelingt es mir, die Tatsache zu akzeptieren, dass ich nicht perfekt bin und dass niemand perfekt ist – Und dass es beim Motorradfahren, oder jedem anderen Hobby, darum geht, Spaß zu haben und das zu genießen, was man gerade macht. Also, macht es einfach. Macht was ihr liebt und habt keine Angst zu scheitern.

Gab es schon Mal eine brenzlige Situation? Was war es und wie hast du reagiert?

Ganz am Anfang meiner Motorradfahrerkarriere … Standardsituation: Rechts abbiegen. Leider blieb ich nicht „rechts“ sondern kam auf die Gegenspur und mein Abbiegen endete schließlich in einer Einfahrt auf der „anderen Seite“. Ich habe mich zu Tode erschreckt! Zum Glück war da in dem Moment kein Gegenverkehr und auch sonst kein anderes Auto auf der Straße unterwegs.
Die nächsten Wochenenden war ich dann auf großen Parkplätzen unterwegs und habe für mich nochmal Abbiegen und Rangieren geübt. Das habe ich solange gemacht, bis ich mich absolut sicher gefühlt habe.

11500 km durch Kanada - SHE is a RIDER
Auf der Ducati Scrambler durch Kanada.

Was war dein schönstes Erlebnis?

Das war mein 11.500 km Trip mit den Mädels vom Woma Riders World Relay. Unsere Tour startete in Vancouver, Kanada und führte uns nach New-Brunswick, Kanada. Danach fuhr ich dann allein nach Hause. Ich war drei unbeschreibliche und unvergessliche Wochen auf meinem Motorrad unterwegs. Kanada ist ein riesiges Land und es ist wunderschön.
Ich bin sehr dankbar dafür, dass ich die Möglichkeit hatte, dieses riesige Land fast vollständig zu erfahren. Ich hatte einen Riesenspaß und würde es morgen sofort wieder tun!

Wo würdest du gern einmal fahren? Warum reizt dich das?

Mit dem Motorrrad durch Italien, Frankreich und Spanien zu fahren steht ganz sicher auf meiner Bucket List. Außerdem würde ich gerne durch Finnland, Island und den anderen skandinavischen Ländern fahren. Diese Länder erscheinen mir einfach wie das Paradies. Ich mag die Weite und Ursprünglichkeit, die diese Länder bieten. Der Yukon in Kanada, wo ich herkomme, ist auch ein natürlich auch ein Motorradtouren-Paradies an sich.

Safety First. Spart nicht an der Motorradshutzausrüstung.
Safety First – Spart nicht an eurer Motorradschutzausrüstung.

Was würdest du dir selbst raten, wenn du jetzt mit dem Motorradfahren beginnen würdest?

  • Sucht euch eine gute Fahrschule!
  • Legt euren Stolz zur Seite und habt keine Angst mit dem Motorrad umzufallen. Es wird passieren. Und das passiert auch den erfahrensetn und besten Motorradfahrern. Es ist sehr wahrscheinlich, dass es euch auch passieren wird. Macht euch nichts draus.
  • Hört auf Tipps von erfahrenen Bikern. Meistens haben sie Recht und ihr könnt was lernen.
  • Safety First, gute Schutzausrüstung
  • Habt Spaß

Warum sollte Frau Motorradfahren?

Jeder von uns, egal ob Mann oder Frau, der sich für Motorsport interessiert, sollte keine Angst haben und es einfach machen. Mehr Frauen im Motorsport ist definitiv eine gute Sache.
Frauen, genau wie Männer, müssen ihre Komfortzone verlassen und die tägliche Routine durchbrechen, um ihrem persönlichen Stress zu entfliehen. Motorradfahren ist sicher eine gute Möglichkeit, sich zu entspannen und Stress abzubauen.

Ist da noch etwas, das du den Leserinnen mitteilen möchtest?

Habt keine Angst und hört auf euren Instinkt, denn „Das Herz will, was das Herz will“. Das Leben ist kurz, genießt es und lebt, lächelt und stellt euch euren Herausforderungen.

Wenn ihr mehr von Ducachica lesen wollt, findet ihr hier viele weitere spannende Geschichten rund ums Motorradfahren.

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