Nina – Steigt auf‘s Bike und sorgt für schöne Momente

Nina Lange Gründerin Rengas Moto Wear - SHE is a RIDER
Nina hat gut Lachen und ihr eigenes Mode-Label: Rengas Moto Wear. SHE is a RIDER

Hallo, wie ist dein Name bitte? Nina
Und wie alt bist du? 48 Jahre
Was ist dein Job? Modedesignerin und Gründerin meines Labels Rengas Moto Wear
Seit wann fährst du Motorrad? Seit 1993, also 28 Jahre

Wie und warum bist Du zum Motorradfahren gekommen?

Motorradfahren und der ganze Spirit drum herum haben mich schon immer fasziniert. Anfang der 90er Jahre gab es eine regelrechten Motorrad Hype. Ähnlich wie auch heute aber nicht ganz so stylish. Meinen Führerschein hatte ich damals zusammen mit einer Freundin  gemacht, so konnten wir immer unser Freud und Leid teilen, das war super.

Die Harley Davidson ist Ninas Traumbike
Ninas Traumbike, eine Harley Davidson.

Welches Motorrad fährst Du?

  • Harley Davidson Ironhead Sportster (1977)
  • Zum Scrambler umgebaute Yamaha SR250 (1984)
  • Vespa PX 135 (1985)
  • Fast fertiger Neuzugang fürs Flattrack Training Yamaha XS400 (1978)

Warum hast Du diese Maschine gewählt?

Das hat sich irgendwie im Laufe der Jahre so ergeben. Eine Harley wollte ich schon immer haben, mit 40 habe ich mir meinen Traum dann erfüllt. Als Alltagsfahrzeug ist sie aber zu laut und zu anfällig.
Dafür habe ich den kleinen Scrambler, der aber wiederum auf langen Strecken nicht so schnell ist.
Die Vespa kam mal zwischendrin in einer motorradfreien Zeit dazu und irgendwie kann ich mich auch nicht trennen, da die treue kleine Italienerin auch immer anspringt, obwohl sie nicht so oft gefahren wird.
Im vergangenen Frühjahr haben wir angefangen, für den Flattrack zu trainieren. Anfangs bin ich immer mit dem Motorrad von meinem Freund gefahren und wir haben uns abgewechselt, aber demnächst habe ich dann auch meine eigene Maschine und bin schon sehr gespannt wie die sich wohl auf der Speedway Bahn fährt

Flattrack Racing
Flattracck Racing – das neue Hobby von Nina.

Was bedeutet Dir Motorradfahren heute?

Motorradfahren, Meetings und  Events sind fester Bestandteil meines Lebens. Da ein Großteil meiner Selbstständigkeit durch mein Label “Rengas Moto Wear” ausgefüllt wird, ist mein Hobby irgendwie auch immer mein Beruf. Ich habe permanent damit zu tun. Das Motorrad ist auch mein Fortbewegungsmittel im Alltag, wenn ich kein Fahrrad fahre. Somit bin ich auch viel in der  Stadt unterwegs. Am Wochenende ist dann manchmal keine Zeit für lange Touren, es sei denn wir sind sowieso auf einem Event, was im Sommer meistens der Fall ist.

Was bewunderst Du an anderen Motorradfahrerinnen?

Ich finde es toll, wenn sich Frauen furchtlos und zielstrebig ins Abenteuer Motorradfahren stürzen. Ein schönes Beispiel ist Elspeth Beard. Sie ist schon 1982 alleine auf ihrer BMW zu einer Weltumrundung aufgebrochen. Viele Motorradreisende und Rennfahrerinnen haben in der Vergangenheit den Grundstein für die heutige Fahrerinnen-Bewegung gelegt, die uns alle bewegt und zusammenkommen lässt.

Motorrad-Events mit Nina und Rengas Motowear
Nina ist viel Unterwegs und im Sommer auf reichlich Moto-Festivals anzutreffen.

Was war Deine größte Herausforderung bisher?

Neben meiner Selbständigkeit mit Rengas Moto Wear gab es zwei große Momente:
Eine große Enduro Tour auf Fuerteventura mit einer Hohen und starken modernen Enduro.
Das erste Mal auf dem Flattrack Ring mit einem neuen, mir unbekannten Motorrad.

Wie hast Du Sie gemeistert und wie hat das Dein weiteres (Biker)Leben beeinflusst?

Einfach machen und die Angst unterdrücken. Danach ist man dann stolz und um eine tolle Erfahrung reicher.

Gab es schon Mal eine brenzlige Situation? Was war es und wie hast Du reagiert?

Die brenzligste Situation hatte ich noch in den ersten Jahren auf dem Motorrad. Ich war auf einer Landstraße bergab unterwegs. Vor mir fuhr eine Gruppe Rennradfahrer die ich vor einer scharfen Kurve noch überholen wollte. Die Radfahrer waren aber leider sehr viel schneller als ich sie eingeschätzt hätte. Dadurch musste ich viel schneller fahren als ich es normalerweise gemacht hätte. Ich bin dann viel zu schnell in die Kurve und ein wenig in die Gegenspur gekommen. Da kam leider auch ein Auto. Der Fahrer konnte zum Glück noch nach rechts ausweichen und unter lauten Hupen und mit klopfenden Herzen konnte ich dann weiterfahren. Seit dem bin ich vor Kurven immer etwas vorsichtiger und fahre vorausschauender.

Petrolettes Festival
Natürlich war Nina auch auf dem Petrolettes Festival

Was war Dein schönstes Erlebnis?

Das kann ich gar nicht so genau sagen, aber es sind schon die Urlaube mit Motorrad und Bulli am Meer und in den Bergen, die sind immer sehr toll und jedes Mal spannend und abwechslungsreich.

Wo oder welche Strecke würdest Du gern einmal fahren?

Die Panamericana von Norden nach Süden. Das wäre schon ein Traum.

Warum reizt Dich das?

Zwei Kontinente und viele unterschiedliche Klimazonen, Landschaften und Leute. Auch kulinarisch sehr spannend.

Steigt aufs Bike und sorgt für schöne Momente - SHE is a RIDER
Ninas Motto – Steigt aufs Bike und sorgt für schöne Momente. Dem haben wir nichts hinzuzufügen.

Was würdest Du Dir selbst raten, wenn Du jetzt mit dem Motorradfahren beginnen
würdest?

  • Es langsam angehen lassen, sich nicht selbst überfordern und immer den Spaß behalten.
  • Immer mit der Unaufmerksamkeit oder Dummheit der Anderen rechnen.
  • Nicht auf das eigene Recht pochen. Sicher ankommen ist alles.

Warum sollte Frau Motorradfahren?

Motorradfahren sorgt für mehr Selbstbewusstsein, man lernt tolle spannende Menschen kennen und muss in der Stadt nicht so lange nach einem Parkplatz suchen.

Ist da noch etwas, was Du unseren Leserinnen gern mitteilen möchtest?

Steigt auf‘s Bike und sorgt für schöne Momente. Seid für einander da.

Zum Rengas-Label von Nina auf Instagram geht’s hier und ihren Shop findet ihr hier.

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