Shoei Neotec 3 mit PFS im Test – lohnt sich der Premium Klapphelm?

G E T E S T E T - Klapphelm mit viel Komfort

Shoei Klapphelm Neotec 3 im Test bei SHE is a RIDER mit Lou
Lou hat nicht nur den Shoei Neotec3 getestet, sondern auch den Helm dank PFS an ihren Kopf anpassen lassen.

Warum der Shoei Klapphelm Neotec 3 kein spontaner Kauf ist? Er muss passen, bequem sein und im Alltag funktionieren – sonst nervt er dich jeden einzelnen Kilometer. Beim Neotec 3 war genau das der Anspruch. Kein „passt schon“, sondern ein Helm, der individuell auf deinen Kopf abgestimmt wird – inklusive Kommunikationssystem und alles auf den Millimeter genau! Die Magie dahinter ist das PFS (Personal Fitting System).

Für meinen Test wurde der Shoei Neotec 3 direkt zu Mike’s Bikershop geschickt. Dort hat Michael – von allen nur „Mike“ genannt – den Helm mit dem Shoei P.F.S. individuell auf meine Kopfform angepasst. Zusätzlich wurde direkt das Sena-Kommunikationssystem eingebaut.

Shoei Klapphelm Neotec 3 im Test bei SHE is a RIDER
Der Shoei Klapphelm Neotec 3 schaut schnittig aus. Gut zu erkennen die drei Bedienelemente: Lasche für das Visier, Bedienung für die Frontbelüftung und die rote Taste um das gesamte Kinnteil nach oben zu klappen.

Erster Eindruck – Shoei Klapphelm Neotec 3

Der Shoei Neotec 3 ist ein klassischer Premium-Klapphelm. Schon beim ersten Aufsetzen merkt man die Verarbeitungsqualität:

  • sauber laufender Klapp-Mechanismus
  • hochwertige Materialien
  • insgesamt sehr wertiger Eindruck

Mit rund 1.700 Gramm (ohne Intercom) ist er kein Leichtgewicht, trotzdem im Alltag gut fahrbar. Wer es leichter mag, muss zu Carbon greifen.

Fahrkomfort – hier zeigt der Shoei Neotec 3 seine Stärke

Im echten Einsatz zeigt sich schnell, ob ein Helm funktioniert oder nicht. Beim Shoei Neotec 3 war das vor allem der Sitz. Durch die P.F.S.-Anpassung blieb der Helm auch auf längeren Fahrten konstant bequem. Ich hatte weder Druckstellen, noch sogenannte Hotspots, und auch während mehrstündiger Touren musste ich nichts nachjustieren. Einfach den Helm über das Ratschensystem schließen und Losfahren. Der Kinnriemen hierzu ist verstellbar, das habe ich natürlich vorher auf meine Länge eingestellt.

Verschlusssystem am Klaphelm Neotec 3 von Shoei
Den Kinnriemen stellst du einmal auf deine benötigte Länge ein, Schließen bzw. Feinjustierung machst du dann über die Ratsche.

Besonders toll finde ich den Windabweiser, so zieht es weder am Kopf noch sonst wo. Die seitlich angebrachten Kinnriemenabdeckungen sorgen für eine gute Polsterung und dafür, dass es an meinem Hals nicht kratzt.
Unten, am Polsterkragen, befinden sich hier nicht, wie von Shoei gewohnt, die roten Emergency-Quick-Release-Laschen, da der Kinnteil im Notfall geöffnet werden kann, um den Helm möglichst schonend abzunehmen.

Der Neotec 3 von unten ist durchgehen gut gepolstert und schließt gut am Hals ab.
Der Neotec 3 von unten ist durchgehen gut gepolstert und schließt gut am Hals ab. So zieht es nirgendwo in den Helm.

Fahrgeräusch – meine Meinung

Shoei bewirbt den Neotec 3 mit optimierter Geräuschdämmung durch neue Polster und Konstruktion. In meinem Praxistest hat sich gezeigt: Für einen Klapphelm ist der Neotec 3 angenehm leise, ersetzt aber keinen ruhigeren Integralhelm.

Mit Ohrstöpseln konnte ich auch längere Etappen sehr entspannt fahren. Ohne Ohrstöpsel waren die Fahrgeräusche natürlich vorhanden, bewegten sich für mich aber auf einem völlig normalen Niveau für diese Helmklasse.

Klapphelm Shoei Neotec 3 mit niedrigem Fartgeräusch
Auf der App gerade noch die Playlist gewählt, schon hast du deinen Soundtrack für die Tour auf den Ohren. Für einen Klapphelm ist es im Neotec 3 angenehm ruhig.

Belüftung – solide und alltagstauglich

Die Belüftung hat im Alltag zuverlässig funktioniert. Über die Belüftungsöffnungen im Kinn- und Stirnbereich konnte ich den Luftstrom je nach Wetter und Temperatur gut regulieren. Ergänzt wird das System durch einen Luftauslass am Hinterkopf. Dieser ist dauerhaft geöffnet und unterstützt den Abtransport der warmen Luft aus dem Helminneren.

Während meiner Fahrten war die Frischluftzufuhr deutlich spürbar, ohne unangenehm zu werden. Selbst bei niedrigeren Geschwindigkeiten hatte ich nicht das Gefühl, dass sich die Hitze im Helm staut. Im Sommer ist das definitiv ein Vorteil, weil der Helm konstant Frischluft liefert, ohne dass es zieht. Für mich ist das vollkommen ausreichend, da ich es eh nicht mag wenn es zu sehr in meinem Helm umherwirbelt.

Klappmechanismus – Alltagstauglichkeit im Fokus

Der Klappmechanismus des Shoei Klapphelm Neotec 3 läuft sauber, stabil und ich kann ihn auch mit Handschuhen gut bedienen.

Das Öffnen und Schließen funktioniert über einen einzigen Druck auf die rote Auslösetaste, vorne am Kinnbügel. Das bedeutet für mich, öffnen ohne Kraftaufwand und einfaches wieder schließen und einrasten. Genau so soll ein Klapphelm im Alltag funktionieren. Die Doppelhomologation erlaubt dir, dass der Helm sowohl geschlossen als auch geöffnet gefahren werden darf.

Für mich hat der Klapphelm im Alltag auf dem Fahrsicherheitsplatz einen ganz praktischen Vorteil. Dort kann ich den Helm einfach hochklappen und schnell direkt ins Funkgerät sprechen, ohne jedes Mal komplett anhalten oder den Helm absetzen zu müssen. Das macht die Abläufe deutlich einfacher und spart Zeit bei den Übungen. Auch mal schnell einen Schluck trinken ist ruckzuck erledigt.

Shoei Neotec Klapphelm offfen
So ein Klapphelm macht die Trinkpause einfacher. Auch gut zu sehen, das Micro. Den Schwanenhals einfach so verbauen, dass nur das Micro aus den Polstern hervorragt, dann hängt nichts mehr unter der Nase rum!

Visier, Sonnenblende und Pinlock – klare Sicht in jeder Situation

Klarer Gamechanger ist die integrierte Sonnenblende. Statt mit Sonnenbrille oder ständigem Visierwechsel zu arbeiten, reicht ein kurzer Handgriff, und die Sicht passt wieder. Der Betätigungshebel für die Sonnenblende befindet sich auf der linken Seite. Ich konnte diesen problemlos, auch während der Fahrt, gut erreichen und bedienen. Egal ob schnelle Tunneldurchfahrten, tiefe Sonne am Abend oder wechselnde Wald- und Schattenpassagen, ich bin immer für jede Lichtsituation gewappnet.

Besonders cool finde ich, dass ich auch mit geöffnetem Helm und Sonnenblende “runter” fahren kann. Apropos Sonnenblende, bei geschlossenem Helm und runtergefahrener Sonnenblende, beschlägt diese im Stand manchmal etwas.

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Pinlock im Klapphelm
Das Pinlock ist gut zu sehen und sorgt für klare Sicht.

Pinlock – vorbereitet und inklusive

Der Shoei Neotec 3 ist Pinlock-vorbereitet. Wenn du das Pinlock installiert hast, sorgt es für eine deutlich reduzierte Beschlagbildung am Visier. Gerade bei kühlen Temperaturen oder wechselndem Wetter ist das ein echter Sicherheitsfaktor. So bleibt die Sicht klar, weil deine Atemluft nicht am kalten Visier kondensiert.
Die Pinlockscheibe wird natürlich mitgeliefert. Außerdem hat der Helm einen abnehmbaren Atemabweiser.

Intercom – unauffällig integriert, praktisch im Alltag

In meinen Shoei Klapphelm Neotec 3 wurde direkt das passende SRL3-Kommunikationssystem von Sena eingebaut. Besonders gut gefällt mir dabei die vollständige Integration in den Helm. Außen wird nichts aufgesetzt oder nachträglich montiert – das System verschwindet komplett in der Helmschale.

Ein weiterer Pluspunkt für mich: Da das SRL3 speziell für den Neotec 3 entwickelt wurde, bleibt die Optik des Helms erhalten und es gibt keine aus der Schale rausragende Bedienelemente oder Akkus, die stören oder Windgeräusche verursachen könnten.

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Shoei Klapphelm Neotec 3 mit integriertem Intercom
Da der Neotec 3 schon für das Sena-Intercom vorbereitet ist, siehst du von außen keinerlei elemente wie z.B. Kabel. Die Bedientasten sind von Haus aus am Helmkragen in den Klapphelm hineindesignt.

Im Alltag hat sich das als echter Vorteil erwiesen. Die Bedienung funktioniert unkompliziert, die Sprachqualität war bei meinen Fahrten klar verständlich und auch die HD-Lautsprecher liefern einen angenehm satten Klang für Navigation, Musik oder Gespräche mit anderen Motorradfahrern.

Praktisch finde ich außerdem die Sprachsteuerung, da ich viele Funktionen bedienen kann, ohne die Hände vom Lenker nehmen zu müssen. Dank Mesh-Kommunikation ist auch die Unterhaltung in größeren Gruppen (max 24 Personen über Group-Mesh, max. 4 Personen im klassischen Bluetooth-Modus) möglich.

Wichtig für Reisen ins Ausland: Das integrierte Intercom-System gilt nicht als Anbauteil und ist daher beispielsweise auch in Frankreich zulässig.

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Michael von Mikes Bikershop bei der Arbeit. Alle Maße vom Kopf werden ins Programm übertragen. Dann geht das Puzzle mit den Polstern los.

Anpassung statt Standard – Shoei Neotec 3 mit P.F.S.

Der Shoei Neotec 3 wurde bei der Anpassung individuell auf meinen Kopf abgestimmt. Das Shoei P.F.S. (Personal Fitting System) ermöglicht genau das: Innenpolster werden gezielt verändert, Druckpunkte ausgeglichen und der Helm wird damit präzise und vor allem individuell angepasst. Das passiert durch viele kleine Polsterelemente, die an den benötigten Stellen “Luftraum” rausnehmen. Darum solltest du immer zum größeren Modell greifen, denn aufpolstern geht immer!
Und das merkst du sofort. Der Shoei Neotec 3 sitzt dadurch nicht einfach nur „gut“ auf deinem Kopf, sondern wirklich stabil und die Last wird gleichmäßig am Kopf verteilt. Kein Drücken an einzelnen Stellen, kein Wackeln, kein Nachjustieren während der Fahrt. Ohne diesen Aufwand wäre der Shoei Neotec 3 ein guter Helm, mit Anpassung wird er noch viel besser. Auch der Prozess selbst war spannend zu erleben – Mike hat mir jeden einzelnen Schritt dazu genau erklärt.

Passform – der entscheidende Faktor

Ich hab nun Quasi ein Sofa auf dem Kopf … so gemütlich! Dieser Komfort entscheidet am Ende über entspanntes Motorradfahren oder Frust auf längeren Touren. Und das alles, ohne Abstriche bei der Sicherheit machen zu müssen!

Einzelne Polsterstreifen des Shoei PFS
Hier siehst du, wo und wie Polsterstreifen des PFS einfach angeklettet werden können. Dann sitzt der Neotec 3 nicht nur bequem sondern auch fest und sicher.

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Mein Fazit – Shoei Neotec 3 lohnt sich, muss aber richtig angepasst werden!

Nach meinem Test ist der Shoei Klapphelm Neotec 3 für mich ein hochwertiger Klapphelm, der vor allem durch seinen Komfort und seine durchdachte Ausstattung überzeugt. Dazu kommen die gute Alltagstauglichkeit, das integrierte Intercom und der angenehm funktionierende Klappmechanismus.

Besonders beeindruckt hat mich das Shoei P.F.S. Erst dadurch hatte ich das Gefühl, dass der Helm wirklich für meinen Kopf gemacht wurde. Der Unterschied zwischen einem Helm, der „passt“, und einem Helm, der perfekt sitzt, ist größer als ich gedacht hätte.

Kurz gesagt: Der Neotec 3 war für mich bereits ein guter Helm. Durch die professionelle Anpassung bei Mike’s Bikershop wurde daraus aber ein Helm, den ich jetzt auch auf langen Touren jederzeit gerne trage!

ProKontra
hochwertige VerarbeitungNiedriges Innengeräusch
Gehörschutz trotzdem geboten
sauber funktionierender KlappmechanismusGewicht ca. 1.700 g
etwas schwer geraten
gute BelüftungSonnenblende beschlägt manchmal im Stand
Sena Intercom vorbereitet
Doppelhomologation
für offenen und geschlossenen Betrieb
Pinlock inklusive
PFS ready

Preise

  • Shoei Neotec 3: 699 – 799 Euro (EVP) je nach Decor
  • Sena Intercom (SRL3): ca. 300 Euro
  • Shoei P.F.S. Anpassung: je nach Händler 50 – 100 Euro
    • (Bei Mike 60 Euro*)

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*Stand Herbst 2025

Disclaimer: Mit freundlicher Unterstützung von Shoei und Mikes Bikershop

Viele weitere Testberichte findest du hier.

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