Anna – Freiheit spüren ist der beste Grund aufs Bike zu steigen

Anna ist mit Mann und Motorrad in Mexiko unterwegs. Ziel ist Patagonien.
Anna ist mit Mann und Motorrad in Mexiko unterwegs. Ihr Ziel ist Patagonien.

Hallo, wie heißt du bitte? Anna
Wie alt bist du? 34
Was ist dein Job? Vollzeit-Reisende, Storyteller und gelernte Fotografin
Seit wann fährst du Motorrad? Direkt nach meinem 19. Geburtstag, habe ich meinen Motorradführerschein gemacht und war dann jahrelang doch nur mit einer Vespa unterwegs. Im Februar 2020 habe ich mir dann mein erstes und aktuelles Motorrad gekauft. Aufgrund der Pandemie hatte ich aber leider nicht so viele Gelegenheiten damit zu fahren.

Wie und warum bist du zum Motorradfahren gekommen?

Es fing alles ganz klassisch an. Ich bin immer bei meinem Mann hinten drauf mitgefahren. Dann hatten wir beide irgendwann die verrückte Idee einfach alles hinter uns zu lassen und auf Weltreise zu gehen. Wir dachten ganz kurz daran, uns nur mit einem Motorrad auf den Weg zu machen. Aber nach den vielen Motorradtouren, die wir zusammen gemacht haben und ich schon Nepal mit dem Motorrad bereist habe, wollte ich diesmal nicht nur Zuschauer sein, sondern bei diesem Abenteuer auch in der ersten Reihe sitzen!

Anna fährt mit Ihrer Royal Enfield von Mexiko bis Patagonien
Anna auf Ihrer Royal Enfield. Beim Abenteuer Mexiko – Patagonien sitzt sie in der ersten Reihe!

Welches Motorrad fährst du? Warum hast du diese Maschine gewählt?

Ich fahre eine Royal Enfield Himalayan und es war Liebe auf den ersten Blick. Als wir vor einigen Jahren mit dem Motorrad durch Nepal gefahren sind, hatte ich eine Royal Enfield Classic 350. Und mit der Himalayan habe ich jetzt die perfekte Kombination aus Abenteuer und „Einfachheit“.

Was bedeutet dir Motorradfahren heute?

Ein Motorrad zu fahren ist das Gefühl von Freiheit auf der Haut und am ganzen Körper zu spüren.

Was bewunderst du an anderen Motorradfahrern?

Ich bewundere andere Motorradfahrerinnen wegen ihrer Fahrtechnik, besonders die, die Off-Road fahren. Ich habe mir alles selbst durch „einfach machen“ und ausprobieren auf meinen Reisen selbst beigebracht. Manchmal auf die harte Tour. Somit bewundere ich die, die ihr Motorrad Off-Road perfekt beherrschen.

Anna und Andrea sind als Riding Pandas von Mexiko bis Patagonien auf ihren Motorrädern unterwegs.

As a child I dreamed of being an astronaut, and now I feel like riding on Mars!
Anna & Andrea, Riding Pandas

Was war deine größte Herausforderung bisher?

Die größte Herausforderung in meinem Leben war, alles zurückzulassen und mein Motorrad zu meinem Zuhause zu machen.

Am 1.Mai 2021 bin ich mit meinem Mann Andrea zusammen losgefahren. Wir haben viele Dinge verschenkt, haben unser Haus verlassen und sind mit dem Allernötigsten und unseren Motorrädern aufgebrochen. Wir haben nur ein paar Klamotten dabei und ein paar Kleinigkeiten, die wir zum Reisen brauchen. Aber alles passt auf unsere zwei Motorräder.

Die Herausforderung schlichtweg alles zurückzulassen und das Leben mehr mit weniger zu genießen ist nicht nur das Mantra unserer Weltreise, sondern unseres Lebens schlechthin geworden – Und mein Motorrad ist definitiv das wichtigste materielle „etwas“, das ich besitze!

Gab es auf deiner Reise schon mal eine brenzlige Situation?

Wenn du mit einem Motorrad um die Welt fährst, hast du immer wieder eine schwierige Off-Road-Passage oder ein paar Rebellen vor dir, denen du besser ausweichen solltest.

Um schwierige Situationen zu beherrschen habe ich mir folgendes angewöhnt: Ruhig bleiben, durchatmen und alles im Blick behalten!

Auf der Royal Enfils durch die Baja California
Anna hat auf ihrer Motorradtour alles im Blick.

Was war dein schönstes Erlebnis?

Ich glaube, ich lebe gerade mitten in meinem allerschönsten Erlebnis. Wir fahren von Mexiko bis Patagonien auf unseren Motorrädern. Ich genieße die Freiheit einfach anzuhalten, das Zelt aufzubauen und neben meinem Bike unter dem Sternenhimmel zu schlafen!

So erlebe ich auch gerade die Wüste der Baja California und die Landschaft ist einfach atemberaubend.

Wo oder welche Strecke würdest du gern einmal fahren? Warum reizt dich das?

Auf jeden Fall will ich noch die „Seidenstraße“ fahren. Das war unser ursprünglicher Plan bevor wir wegen Korona alles neu denken mussten. Ich habe schon in Südost-Asien gelebt und mag die Kultur dort sehr. Meine Idee ist, einfach auf meine Motorrad zu steigen, den Schlüssel umdrehen und gen Osten fahren – Kilometer um Kilometer. Das ist mein Traum! In diesem Traum erlebe ich die umwerfende Landschaft Zentralasiens und einige Off-Road-Abenteuer.

Mit dem Motorrad von Mexiko bis Patagonien

Was würdest du dir selbst raten, wenn du jetzt mit dem Motorradfahren beginnen würdest?

Wenn ich heute nochmal, mit 19 Jahren, mit dem Motorradfahren beginnen würde, dann wäre mein Rat: Hör nicht auf!

Drei Tipps aus deiner persönlichen Erfahrung?

Meine wertvollsten Tipps sind:

  • Lass dich durch deine Ängste nicht ausbremsen
  • Lerne soviel du lernen kannst
  • Sei bescheiden

Warum sollte Frau Motorradfahren?

Die richtige Frage ist doch „Warum sollte sie nicht?“ Wir fahren genauso gut Motorrad wie unsere Männer!

Deine Freiheit beim Motorradfahren zu spüren, ist der beste Grund aufs Bike zu steigen.

Royal Enfield und BMW F 850 GS Adventure
Träume groß und lass dich nicht aufhalten. So kam Anna mit dem Motorrad nach Mexiko.

Ist da noch etwas, das du den Leserinnen mitteilen möchtest?

Träume immer groß und lass dich nicht aufhalten!


Wenn du Anna und ihrem Mann auf ihrer Motorrad-Weltreise und ihrem Projekt „RidingPandas“ folgen möchtest, dann schau einmal hier.

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