Die Mauer muss weg-Sabines Motorrad-Kolumne

Sabines Motorrad-Kolumne Die Mauer muss weg
In Sabines Motorrad-Kolumne liest Du heute, warum die Mauer weg muss und wieso aufgeben keine Option ist.

Kennst Du das? Da hast Du Dir ein Ziel gesetzt, hast es Dir in den schillerndsten Farben ausgemalt. Du kannst es riechen, schmecken, fühlen, vor Deinem geistigen Auge sehen. Und du bist so begeistert, dass Du jedem der es hören will und auch allen anderen davon erzählst. Deine eigene Welle der Begeisterung motiviert Dich und Du bist voller Tatendrang. Jeden Tag arbeitest Du daran, dieses Ziel zu erreichen. So ging es mir, als ich mich für den Motorradführerschein angemeldet hatte. Willkommen zu meiner Motorrad-Kolumne.

Und dann, wie aus dem Nichts war sie da – die Mauer! Nicht einfach nur ein Steinchen, das man mir in den Weg zum Ziel geworfen hat, nicht ein kleines Hindernis das ich relativ einfach überwinden konnte. Nein, eine massive, hohe Mauer, solide und scheinbar unüberwindbar. Was war passiert? – Ein Geschäftskunde von mir war in finanzielle Schieflage geraten und hatte die Zusammenarbeit mit mir von Heute auf Morgen aufgekündigt. Somit fehlte mir ein Großteil meiner Einnahmen und für den Führerschein stand gerade kein Geld zur Verfügung. Was nun? Wie sollte es weiter gehen? 

Ich sah erstmal nur das Problem, diese Aufgabe, die scheinbar unlösbar war. Mich verließ der Mut und ich setzte mich erst einmal in den Schatten dieser Mauer, war böse auf den Kunden, die Welt und alle anderen in meiner Umgebung, vor allem auf diejenigen, die scheinbar mühelos einen Erfolg nach dem anderen feiern konnten.

Das Loch in der Mauer

Zum Glück gehöre ich nicht zu den Menschen, die sitzen bleiben, sich selbst bemitleiden und darauf warten, gerettet zu werden. Ich ließ nicht zu, dass dieses Hindernis dafür sorgte, dass ich mein Ziel aus den Augen verlor. Aufgeben war keine Option. Nach einer Zeit der Trauer und des Ärgers wieder rappelte ich mich wieder auf und suchte in dieser Mauer nach einem Schlupfloch, einer Leiter oder einem anderen Weg, um dieses Hindernis zu überwinden. Ich lasse mir doch den Traum vom Motorradführerschein nicht einfach kaputt machen!

Natürlich gibt es immer wieder Hindernisse, die Du nicht überwinden kannst. Vielleicht musst Du manchmal um das Hindernis herumlaufen, einen Umweg in Kauf nehmen. Vielleicht musst Du auch ein Stück des bereits zurück gelegten Weges zurück gehen und eine andere Abzweigung nehmen. 

Vielleicht musst Du den Weg neu justieren, vielleicht auch an Deinem Ziel kleine Änderungen vornehmen. Wichtig ist, dass Du weiter gehst. Ja, und eventuell braucht es dazu auch eine Auszeit. Eine Auszeit, die Dir hilft, Dich wieder zu fokussieren, zu hinterfragen, ob und wie Du diesen Weg weiter gehen willst. Denn es kann durchaus auch passieren, dass Du erkennst, dass Du diese Mauer selbst geschaffen hast. Manchmal geht unser Unterbewusstsein seltsame Wege um uns zu zeigen, dass wir gerade dem falschen Ziel folgen. Hab den Mut und gib zu, wenn Deine Entscheidung diesem Ziel zu folgen falsch war. 

Meine Lösung in dieser Motorrad-Kolumne

Ich habe den Gürtel enger geschnallt, andere Anschaffungen zurückgestellt und meinen Urlaub Zuhause verbracht. Denn ich hatte für mich erkannt, dass meine oberste Priorität der Motorrad-Führerschein war. Alles andere konnte warten …

Die Linke zum Gruß und bis in 14 Tagen zu meiner nächsten Motorrad-Kolumne
Sabine

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